SIHK-Pressemeldung

Wiederaufbau und Hochwasserschutz: Hoher Druck lastet auf Unternehmen

Am 17. September sind die Aufbauhilfen für Unternehmen zur Überwindung der Flutkatastrophe gestartet – knapp neun Wochen nach der Hochwasserkatastrophe Mitte Juli.
„Die schnelle Perspektive für den Wiederaufbau war ein wichtiges Signal für die betroffenen Unternehmen, denn die Zeit drängt“, erläutert Christoph Brünger, Geschäftsbereichsleiter und erster Hochwasserbeauftragte der Südwestfälischen Industrie– und Handelskammer zu Hagen (SIHK). Nach der Katastrophe verlangten nun die Kunden ein schnelles Erreichen der Lieferfähigkeit der betroffenen Unternehmen. „Da lastet ein hoher Druck auf den betroffenen Unternehmen, die ihre Marktposition nicht nachhaltig gefährden wollen“, so Brünger.
Mehr und mehr rücke neben dem Wiederaufbau auch der zukünftige Hochwasserschutz in den Fokus, denn nicht nur die Kunden, sondern auch die Versicherungen fragten an, was in den betroffenen Unternehmen getan werde, um Lieferausfälle für die Zukunft zu vermeiden. „Doch der Hochwasserschutz kann nicht allein von den Unternehmen gestemmt werden, das ist eine gemeinsame regionale Aufgabe mit vielen kommunalen und staatlichen Akteuren. Mit denen befinden wir uns bereits in guten Gesprächen“, betont Christoph Brünger. Dabei müsse im Mittelpunkt die Herausforderung stehen, Hochwasserschutz und die Standortsicherung und -entwicklung von Unternehmen an den Gewässern zu sichern. Brünger macht deutlich: „Die Katastrophe Mitte Juli hat gezeigt: In unserer Region muss das Thema Leben und Arbeiten am Wasser neu gedacht werden – gemeinsam mit den Unternehmen.“
Der Beratungsbedarf für Unternehmen zu den Aufbauhilfen sei im Übrigen hoch, wie zum Beispiel die Anfragen zu den Aufgaben der zur Schadensermittlung erforderlichen anerkannten Gutachter. Dafür stehen den betroffenen Unternehmen die SIHK-Krisenhotline unter 02331 390-333 sowie umfangreiche Informationen unter www.sihk.de/hochwasser zur Verfügung.
08. Oktober 2021