IHK/AHK-Organisation bietet Charterflüge nach China an

Die aktuell geltenden Corona-Restriktionen in China belasten die Wirtschaft in Südwestfalen enorm. Einreisen sind unter normalen Umständen nicht möglich. Aus dem Bezirk der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen (SIHK) haben etwa 300 Unternehmen Geschäftsbeziehungen im Reich der Mitte, etwa 90 eine Vertretung bzw. Niederlassung in China und 30 Unternehmen produzieren auch vor Ort.
„Wir gehen davon aus, dass sich noch mindestens bis zu den Olympischen Winterspielen in Peking an Chinas Einreisepolitik nicht viel ändern wird. Die Folgen ausbleibender Dienstreisen zwischen Deutschland und dem seit 2016 wichtigsten Handelspartner China spüren insbesondere Unternehmen in unserer exportorientierten Region. Schließlich ist der persönliche Kontakt zwischen Geschäftspartnern gerade für Vertrieb und Service oft notwendig“, sagt SIHK-Außenhandelsexperte Frank Herrmann. Laut der aktuellen Umfrage der Deutschen Auslandshandelskammern (AHK World Business Outlook) sind noch immer zwei Drittel der Betriebe in Deutschland von Reiseeinschränkungen betroffen – aus diesem Grund kommen Geschäftsabschlüsse nicht zustande, Montage- und Wartungsarbeiten können nicht durchgeführt werden. Während im Frühjahr 2021 noch 70 Prozent der deutschen Unternehmen in der Volksrepublik von einer besseren Konjunkturentwicklung ausgingen, sind es aktuell nur noch 36 Prozent.
„Seit der Corona-Pandemie führte deshalb unsere Deutsche Auslandshandelskammer (AHK) in China Charterflüge zwischen Deutschland und China durch, um die Handelskontakte auch in Krisenzeiten zu gewährleisten. Darum ist es für Unternehmen eine gute Nachricht, dass die AHK weitere Charterflüge von Frankfurt nach Qingdao anbietet und bei der Beschaffung von Visa-Einladungen unterstützen kann“, so Herrmann weiter.
Nachdem bei den Regierungskonsultationen zwischen China und Deutschland ein Konsens erzielt wurde, hat die AHK China und die Deutsche Botschaft mit dem chinesischen Außenministerium ein Verfahren zur Wiederaufnahme eines Fast Track für die Beantragung von Visa und Charterflügen ausgehandelt. Dieses Verfahren ist für Arbeitnehmer, Ehepartner, Familienangehörige und Kurzzeitexperten mit dringendem Reisebedarf geöffnet. Charterflug-Reisende werden durch die Test-Prozesse geleitet und in ausgewählten Quarantäne-Hotels betreut. Der verpflichtende Aufenthalt dort dauert je nach Region zwei bis vier Wochen und muss selbst finanziert werden. Ab November sind ein bis zwei Flüge monatlich geplant.
Die Flugdaten, den Anmeldeprozess und weitere wichtige Hinweise findet man unter china.ahk.de/charterflight. Interessierte Unternehmen können sich bei der SIHK unter herrmann@hagen.ihk.de melden.
8. November 2021