Gewerbeflächen

SIHK-Präsident fordert Augenmaß bei Diskussion um zukünftige Flächen

Ralf Stoffels, Präsident der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen (SIHK), fasst die Meinung zahlreicher Unternehmerinnen und Unternehmer zusammen:
„Aus Sicht der von der Unwetterkatastrophe betroffenen Unternehmen ist es völlig unverständlich, dass jetzt Diskussionen im politischen Raum anlaufen, vom Hochwasser betroffene Gebäude und Unternehmensteile nicht wieder vollständig in Stand zu setzen. Geschädigte Unternehmerinnen und Unternehmer stehen zum Teil vor den Trümmern ihrer Existenz. Häufig fehlen entsprechende Mittel zum Wiederaufbau und die staatlichen Hilfen sind noch nicht geflossen. Wer jetzt zu dem Urteil kommt, man habe zu nah am Wasser gebaut, verkennt die wirtschaftshistorische Entwicklung der Industrie im Märkischen Südwestfalen entlang der Wasserläufe.“
Der SIHK-Bezirk zählt zu den stärksten Automobilzulieferer-Regionen Deutschlands, mitten im Grünen, mit wenig Flächenpotenzialen für die Zukunft. „Wenn man jetzt vom Hochwasser betroffene Flächen kategorisch von der Bebauung bzw. dem Wiederaufbau von betroffenen Gebäudeteilen ausschließt, wird die De-Industrialisierung NRWs größter Industrieregion mit tausenden von Arbeitsplätzen maßgeblich befeuert. Statt die Wiederbebauung auszuschließen, sollten vielmehr die technischen Möglichkeiten zum Schutz der Flächen weiterentwickelt und umgesetzt werden“, betont SIHK-Präsident Stoffels mit Blick auf die Diskussion um den Wiederaufbau der zerstörten Unternehmen im Märkischen Kreis, in Hagen und dem Ennepe-Ruhr-Kreis.
Die SIHK zu Hagen informiert die Unternehmen tagesaktuell unter www.sihk.de/hochwasser. Hier steht auch eine Checkliste zur Verfügung, was bei der weiteren Schadensregulierung zu tun ist. Unter www.sihk.de/hochwassermeldung können betroffene Unternehmen sich zudem melden, damit weitere Schätzungen über das Ausmaß der wirtschaftlichen Schäden des Starkregens entwickelt werden können.
21. Juli 2021