Austausch mit Minister Pinkwart

SIHK schätzt wirtschaftlichen Schaden auf mindestens 1,4 Mrd. Euro

Am Mittwoch (4. August) haben sich vom Hochwasser betroffene Unternehmen mit Prof. Dr. Andreas Pinkwart, Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, in der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen (SIHK) zu den wirtschaftlichen Folgen der Flutkatastrophe ausgetauscht.
SIHK-Ehrenpräsident Harald Rutenbeck, SIHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Ralf Geruschkat, Britta Hölper (Möhling GmbH & Co. KG, Altena), Marita Isken (Hotel & Restaurant Dresel GmbH & Co. KG, Schalksmühle), Jürgen Alex (Deutsche Edelstahlwerke Services GmbH, Hagen), Ingo Bender (Hagener Feinstahl Bender GmbH, Hagen), Sam Figge (Inova GmbH, Wetter) und Martin Honselmann (Honselmann Lager- und Umschlag GmbH, Hagen) beschrieben die besonderen Herausforderungen nach der Katastrophe.
Wirtschafts- und Innovationsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart betonte:
„Zur schnellen und unbürokratischen Hilfe für die Wirtschaft hat das Land allein im Bezirk der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen bereits mehr als 2,6 Millionen Euro Soforthilfen ausgezahlt. Jeder der von den Unternehmen gestellten und von den Kommunen zur Bewilligung vorgesehenen Anträge wurde und wird von uns finanziert. Gemeinsam mit dem Bund und den übrigen betroffenen Ländern arbeiten wir parallel an dringend notwendigen Aufbauhilfen, der Wiederherstellung der Verkehrsinfrastruktur und ergänzenden Finanzierungsprogrammen. Damit werden wir der Katastrophenregion auf ihrem schwierigen Weg zurück zur Normalität nachhaltig zur Seite zu stehen. Dabei ist mir bewusst, wie unverzichtbar die Industrie an Lenne, Volme und anderswo in Südwestfalen für die Wertschöpfungsketten in Nordrhein-Westfalen und in Deutschland ist.“
SIHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Ralf Geruschkat hob noch einmal hervor:
„Das Unwetter hat die stärkste Industrieregion Nordrhein-Westfalens hart getroffen. Wir gehen derzeit von mindestens 2.000 unmittelbar betroffenen Unternehmen aus Industrie, Handel und Dienstleistungen im südlichen Ennepe-Ruhr-Kreis, im Märkischen Kreis und in Hagen aus. Nach ersten Schätzungen beläuft sich der unmittelbare Schaden an diesen Unternehmen auf mindestens 1,4 Milliarden Euro. Dazu kommen kurz- und langfristige mittelbare Schäden, zum Beispiel in der Infrastruktur und der Versorgung mit Strom, die uns mindestens wochenlange, wenn nicht monatelange Betriebs- und Produktionsausfälle befürchten lassen. Jetzt drohen Lieferketten in der Region zu reißen und komplette Existenzen stehen vor dem Aus. Die regionale Wirtschaft ist auf umfangreiche und unbürokratische Hilfe beim Wiederaufbau angewiesen.“
4. August 2021