Sander Druckguss geht auf Expansionskurs

Die Wahrscheinlichkeit direkt oder indirekt mit einem Aluminium- oder Zinkdruckgussteil, produziert am Sander-Unternehmenssitz in der Pregelstraße in Ennepetal-Oelkinghausen, in Berührung zu kommen, ist groß: Neben Fahrzeugherstellern und deren Zulieferern zählen auch namhafte Unternehmen aus den Branchen  Hausgeräte-, Medizin- und Elektrotechnik, dem Bauzubehör, Maschinenbau oder der Alternativen Energiewirtschaft zum Kundenkreis der Sander GmbH.
Christian Sander und Prokuristin Birgit Sander-Bellingrath (v. l.)
Neben Gehäusen für Windmess-Sensoren, Türkeilen, Messradgabeln für Streckenmessgeräte, hochwertigen Gehäusen für Teppichmesser oder klassischen Automobilkomponenten gibt es noch viele Sander-Produkte, die Geschäftsführer Christian Sander und Prokuristin Birgit Sander-Bellingrath (v. l.) präsentieren können.
80 Prozent des Umsatzes der Hauptproduktion macht das Unternehmen im Automotivebereich. Nicht nur die Spezialisierung auf kleinere Druckgußteile zwischen zwei Gramm und zwei Kilogramm – die nicht im Bereich der Motor- oder Antriebstechnik verbaut werden – scheint sich für die Ennepetaler Druckgussspezialisten zum Vorteil zu entwickeln. Auch das stetige Bestreben der Sander GmbH, auch in anderen Branchen ein Standbein zu entwickeln, zahlt sich aus. So hat sich das Unternehmen von den pandemiebedingten Umsatzeinbußen von etwa 50 Prozent im Sommer 2020 schnell erholt. Mit dem Bau weiterer Produktions- und Lagerhallen am Standort in Ennepetal geht die Sander GmbH jetzt sogar auf Expansionskurs. „Derzeit können wir uns vor Aufträgen kaum retten“, berichtet Prokuristin Birgit Sander-Bellingrath. „Wir sind immer zweischichtig gefahren. Seit Oktober/November 2020 kommen wir ohne zusätzliche Nachtschicht nicht mehr aus. Unseren Personalstamm haben wir von bisher 55 auf jetzt fast 80 Mitarbeiter erweitert. Teilweise mussten wir in den letzten Wochen und Monaten auftragsbezogen auch eine 24/7-Produktion gewährleisten.“ Auch das Thema Nachhaltigkeit steht bei Sander weit oben. „Mit unserer Investition in zwei eigene Umschmelzöfen haben wir schon vor Jahren den Grundstein für eine deutliche CO2-Reduktion gelegt. Unser Angussmaterial können wir ohne Umweg über ein Umschmelzwerk direkt wieder in die Produktion einbinden und Energie sparen“, erklärt Geschäftsführer Christian Sander. „Das ist neben unserem, in über 70 Jahren gewachsenen, Know-how in Sachen Konstruktion, einer schnellen Reaktionszeit beim Erstellen von Prototypen, im eigenen Werkzeugbau und in der Serienfertigung sicher ein Merkmal, welches unsere Kunden schätzen.“ Mit der Erweiterung nutzt das Unternehmen die Kapazitäten des Firmengrundstücks im Ennepetaler Ortsteil Oelkinghausen jetzt voll aus. Christian Sander ist überzeugt: „Wir haben ein tolles Team, welches sich sehr mit unserem Unternehmen identifiziert. So fühlen wir uns auch für die Zukunft gut aufgestellt.“