Südwestfalen macht

Höppe Federn: Zukunftsorientiert in der Metallverarbeitung

Draht- und Blechverformung – in diesem Bereich ist die Federnwerk Franz-Josef Höppe GmbH breit aufgestellt. Für seine Kunden aus den Bereichen der Elektroindustrie, der Medizin- und Sicherheitstechnik, erneuerbare Energie oder dem Automotivebereich und der E-Mobilität setzt der Mendener Zulieferbetrieb sein Know-how in Sachen Funktionalität, Herstellbarkeit und Belastbarkeit ein.
Hoeppe Federnwerk
Das Sortiment ist vielfältig. Franz-Josef und Tobias Höppe (v.l.) zeigen einige Musterteile vor einer aktuellen Neuinvestition: einer 200 Tonnen Rahmenpresse.
Technische Federn – mit diesem Begriff verbindet man oft klassische Druck-, Schenkel- oder Zugfedern – geformt aus rundem Federstahldraht. „Der Name ‚Federnwerk Höppe‘ ist vielleicht etwas missverständlich“, gibt Tobias Höppe zu. Er leitet das seit fast 100 Jahren bestehende, mittelständische Mendener Familienunternehmen mit derzeit 65 Beschäftigten gemeinsam mit seinem Vater Franz-Josef Höppe und erklärt: „Egal ob Band-, Draht- oder Lasertechnik. Von der Konstruktion über die Einzelfertigung oder Kleinserie bis zum Werkzeugbau für die Großserienfertigung. Unsere Kunden bekommen bei uns alles aus einer Hand!“
Wo genau die produzierten Federn, Drahtbiege- und Stanzteile oder Laserzuschnitte, Abkantteile oder Sonderformen im Endprodukt später zum Einsatz kommen, erfahren Mendener Metalltechniker oft nicht. Trotzdem gehört die enge Zusammenarbeit mit den  Kunden zur Grundlage jeden Auftrags. Franz-Josef Höppe erklärt: „Oft kommen zunächst Konstrukteure aus den Firmen mit einer Zeichnung oder CAD-Datei auf uns zu, kennen dabei aber nicht unsere Fertigungstechnologie. Wir überprüfen diese auf Funktion, Herstellbarkeit und Belastbarkeit und machen gegebenenfalls Verbesserungsvorschläge, die sie dann in ihre Planung einfließen lassen. Dadurch gewährleisten wir schon in der Konstruktionsphase eine gewisse Qualitätssicherung, die für die spätere Produktion notwendig ist. Es gibt natürlich auch komplexe Aufgabenstellungen, für die wir mit unserem Segment der Baugruppenmontage gut gerüstet sind. Hier entwickeln wir Teile im Rahmen einer Baugruppe gemeinsam mit den Kunden, um die gewünschte Funktion zu erreichen.“
Neben den oben genannten Herstellungskriterien spielt natürlich auch die Menge eine große Rolle. Signalisiert der Kunde, dass am Ende eine Großserie produziert werden soll, wird im hauseigenen Höppe-Werkzeugbau ein entsprechendes Präzisionsstanzwerkzeug erstellt, welches später immer wieder in der Produktion eingesetzt wird.
2009 wurde das Leistungsangebot bei Höppe Federn um Laserzuschnitte erweitert. Werden Teile schnell und kurzfristig benötigt, können die spezialisierten Konstruktions- und Werkzeugbaufachkräfte der Federnwerk Höppe GmbH mittels moderner CNC-gesteuerter Laser-, Abkant und Prototypen-Gesenkbiegemaschinen auch kurzfristig reagieren und neben der Muster- und Prototypenfertigung auch Einzelstücke oder Kleinserien produzieren. Zwischenerzeugnisse werden in der eigenen Härterei, Gleitschleiferei und Montage zügig weiterverarbeitet. Außerdem werden Einzel- oder Serienverpackungen, angepasst  auf die Anforderung der Produkte, realisiert.
Seit 2014 leitet Tobias Höppe das Unternehmen in vierter Generation. Zuletzt wurde in eine neue Produktionshalle und in eine neue 200 Tonnen-Doppelständerpresse investiert, um in der Produktion auf die Zukunft vorbereitet zu sein. Auch im energetischen Bereich rüstet sich das Unternehmen mit energiesparender LED-Beleuchtung und einer Photovoltaikanlage für die Zukunft.  „Unser Leistungsangebot ist umfangreich und vielfältig. Hinzu kommen noch Dienstleistungen, wie etwa das Härten und Trowalisieren extern gelieferter Teile. Wir sehen es als unseren Anspruch an, nahezu allen Herausforderungen standzuhalten und gemeinsam mit Ihnen ein Optimum an Möglichkeiten zu schaffen“, sagt Höppe.
Oliver Heimann