Interview mit Felix Urban von der Urban Metallverarbeitung GmbH

Um dieses Video ansehen zu können, müssen Sie Ihre Cookie-Einstellungen anpassen und die Kategorie „Marketing Cookies" akzeptieren. Erneuern oder ändern Sie Ihre Cookie-Einwilligung
Unser Existenzgründungsberater Tobias Prinz hat mit Felix Urban von der Urban Metallverarbeitung GmbH über die unternehmensinterne Nachfolge gesprochen. Das Unternehmen ist spezialisiert auf die Bearbeitung von hochfestem Stahl und Panzerstahl. Die Kunden kommen aus den Bereichen der Rüstungsindustrie und dem verarbeitenden Gewerbe. Neben der Nachfolge geht es in dem Interview auch um die turbulente Anfangszeit mit der Corona-Pandemie und dem Hochwasser. Am Standort in Hagen wird demnächst weiter in die Zukunft investiert. Unter anderem in eine Biegepresse und Portalfräse, die den Maschinenpark ergänzen sollen.
Tobias Prinz: Ab wann kam bei Dir selbst das erste Mal die Überlegung auf, dass Du in die Geschäftsführung nachrücken willst?
Felix Urban: Sie war immer vorhanden. Unternehmer zu sein liegt in der Familie und ich konnte mir nie vorstellen, für jemand anderes zu arbeiten. Mein Vater, meine Mutter und mein Onkel, die alle in einer Art Mentoren-Rolle für mich da sind, haben das natürlich noch ausgebaut. Durch verschiedene Unternehmercoachings wurde der Wunsch immer größer.
Tobias Prinz: Wie lange im Vorfeld war die Nachfolge geplant?
Felix Urban: Es wurde immer darüber gesprochen, aber es wurde aktiv nichts getan. Das war der Grund dafür, dass ich selbst aktiv wurde und nun das Risiko auf mich genommen habe. Die angesprochenen Coachings haben letztendlich dazu geführt, dass ich relativ schnell Entscheidungen treffe und weiß wo ich hin will. Hierdurch hat es innerhalb von zwei Jahre funktioniert. Wichtig ist zu erwähnen, dass die volle Bereitschaft der Altgesellschafter vorhanden war.
Tobias Prinz: Hat sich das Verhältnis zu den Mitarbeitern, die Du ja auch schon sehr lange kennst, dadurch geändert?
Felix Urban: Nein, das hat es nicht. Meine Führung war immer schon so, dass wir ein Team sind. Eins meiner Ziele ist, dass ich ein guter Leader sein möchte. Das bedeutet, dass ich mir die Anerkennung erarbeiten muss. Ich habe nicht rum erzählt, dass ich übernommen habe und gefeiert haben wir auch noch nicht, das wiederum hat natürlich auch mit Corona zu tun.
Tobias Prinz: Mit Corona und auch dem Hochwasser war es eine turbulente Anfangszeit und bestimmt eine Art Feuertaufe. Was hast Du gerade aus der Zeit gelernt?
Felix Urban: Ja, das war was. Am 1. Juli 2021 habe ich die Unterschrift geleistet und am 15. Juli 2021 kam das Hochwasser und der gesamte Betrieb stand unter Wasser. Ich habe meine Welt zusammenbrechen sehen. Innerlich konnte ich weinen. Es hat alles nichts genutzt. Alle haben mitgeholfen: Mitarbeiter, Onkel, Vater, Freunde und Familie und wir sind zum Glück super versichert.
Es hat allerdings dazu geführt, dass direkt die Fronten in der Geschäftsführung geklärt wurden, da ich ja ständig entscheiden musste. Hier eine neue Maschine, da eine Reparatur. Ich würde sagen, es hat mir das Wissen für die nächsten fünf Jahre besorgt. (Pz)■
Das komplette Interview (ca. 17 Minuten) finden Sie als Video auf dem YouTube-Kanal der SIHK zu Hagen: https://youtu.be/_5rysCaXtxU oder durch Scannen des QR-Codes.