Powerhouse Solutions

Südwestfalen macht: Mit einem Klick in die digitale Fabrik

Innovationen vorantreiben, Prozesse optimieren oder Transparenz für betriebliche Abläufe erzeugen – für Konzerne und Großbetriebe ist das sogenannte „Shopfloor Management“ mittlerweile digitaler Alltag. Mit der Webanwendung „TwinHub“ will das Herscheider Start-up Powerhouse Solutions UG dieses Instrument auch kleinen und mittleren Unternehmen zugänglich machen.
Selbst   ältere   Maschinen   können   nach   der   Ausrüstung   mit   einem   PC  oder  Tablet  oder  einem  IoT-Adaptern  sofort  Daten  über  das  „TwinHub“-System liefern. Sobald   ein   Mitarbeiter beispielsweise eine Störung erfasst oder ein Sensor den Takt einer Maschine meldet,  werden  die  Daten  verarbeitet und direkt angezeigt. Zeitaufwändige,  jedes  Mal von Hand erstellte Fehlermeldungen, Ausschussberichte in Papierform oder per Tabellenkalkulation  generierte Auslastungsanalysen können damit entfallen. Powerhouse  Solutions-Geschäftsführer David Stania erklärt: „Modernes Shopfloor Management, das bedeutet eine digitale Steuerung der Produktion, bringt vielfältige  Vorteile  für  alle  Produktionsbetriebe. Diese  würden  bei  vielen  mittelständischen Unternehmen  durch  den  umfangreichen Mehraufwand bei der Entwicklung und dem Einsatzkomplexer IT-ausgebildeter Mechatroniker und staatlich geprüfter Techniker blickt David Stania auf jahrelange Erfahrung im Bereich Industrial Engineering und Produktionswissen bei mittelständischen Unternehmen der Region zurück. Die Verantwortung als geschäftsführender Gesellschafter teilt sich der Herscheider Jungunternehmer seit dem Start der Powerhouse UG im April 2019 mit Dr. Matthias Lohr, der als promovierter Wirtschaftsinformatiker seine langjährige kaufmännische Erfahrung sowohl in der mittelständischen Industrie als auch bei internationalen Unternehmen einbringt. „Für den Mittelstand steht eine strenge Kosten-Nutzen-Abwägung im Vordergrund“, erklärt Dr. Matthias Lohr. „Zur Nutzung von ‚TwinHub‘ wird lediglich ein Internetzugang und ein gängiger Web-browser benötigt. Alle Daten werden sicher und verschlüsselt mit der (Microsoft Azure) Cloud synchronisiert. ‚TwinHub‘ erstellt einen digitalen Zwilling der Unternehmensproduktion. Die hierfür benötigte Hardware kann einfach durch einen Betriebselektriker ohne großen ITAufwand installiert und direkt angebunden werden. Leicht verständlich werden dann übersichtliche Services wie das ‚Störungslogbuch‘ oder die ‚Maschinedatenerfassung‘ in der Software ausgewertet. Das Gesamtbild, welches zusammen mit Daten aus bereits vorhandenen ERP-oder MES-Systemen oder selbst entwickelten Applikationen und Datenbanken entsteht, gibt unseren Kunden die Möglichkeit, kontinuierliche Schritte zur Optimierung zu erkennen, umzusetzen und direkt zu überprüfen.“ Bereits wenige Monate nach dem Start im Dezember 2020 gibt es einige  Metallverarbeitungsbetriebe, die „Twin-Hub“ abonnieren und erfolgreich einsetzen. Die Jungunternehmer sind überzeugt: Egal ob mittelständischer Produktions- oder Sortierbetrieb – alle können von der digitalen Prozessoptimierung profitieren. (Hei)