IT-Sicherheitstag NRW 2021

Das Corona-Virus hat einen Digitalisierungsschub in Unternehmen ausgelöst – und damit die Angriffsfläche für Cyberkriminelle enorm vergrößert. Betroffen sind auch kleine und mittlere Unternehmen.
Wie sich KMU vor Datenklau, Sabotage und Spionage schützen können und im Ernstfall verhalten sollten, vermittelt der IT-Sicherheitstag NRW 2021, der in diesem Jahr am 2. Dezember 2021 von 10 bis 16 Uhr stattfindet. In der Online-Veranstaltung geht es unter anderem um Authentifizierungsverfahren, Datensicherheit im Homeoffice, Cloud Security und Fördermöglichkeiten für sichere IT-Systeme. „Mit Vollspeed sicher in die digitale Zukunft“ lautet der programmatische Titel des Fachkongresses, den die IHKs in NRW zum neunten Mal durchführen. Vermittelt werden praxisnahe Tipps, wie Sie sich vor Angriffen schützen können und im Ernstfall verhalten sollten. In praxisorientierten Impulsvorträgen, parallelen Basic- und Expertenforen werden aktuelle Fragestellungen im Bereich der IT-Sicherheit diskutiert:
Wie steht es um die IT-Sicherheit in NRW?
Was gerade auf der Seite der Cyberkriminellen passiert und welche Auswirkungen das auf NRW und seine Wirtschaftsunternehmen hat – darüber berichten Peter Vahrenhorst, Kriminalhauptkommissar im LKA NRW, und Henning Voß, Referent für Wirtschaftsspionage und Wirtschaftsschutz der Verfassungsschutzabteilung des Ministeriums des Innern NRW.  
Mobiles und verne tztes Arbeiten
Anschließend dreht sich alles um Sicherheitsaspekte rund um die mobile Arbeitswelt und Lösungen zum Vernetzten Arbeiten.  Aus Gelsenkirchen ist beispielsweise Markus Hertlein von XignSys dabei: „80 Prozent der erfolgreichen Angriffe zielen auf den Nutzer ab und nicht auf die IT-Infrastruktur selbst.“  In seinem Vortrag beschreibt er, wie eine Vielzahl der Angriffe mit einfachen technischen Mitteln abgewehrt werden kann und stellt dabei aktuelle Authentifizierungsverfahren vor.  
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Markus Hertlein von XignSys
In Zeiten von Digitalisierung, zunehmender Cyberkriminalität und Datenschutz-Sensibilisierung werden sichere und intuitiv zu bedienende Authentifizierungsverfahren benötigt.

Markus Hertlein von XignSys


Sicherheit in der Industrie
Im Forum B berichten die Vortragenden über Maßnahmen zur Prävention von Cyberangriffen und Sicherheit mit IoT und KI. Sandra Balz, Leiterin Transferstelle IT-Sicherheit im Mittelstand (TISiM) bei Deutschland sicher im Netz e.V, zeigt in ihrem Vortrag auf, wie dem Mittelstand durch den Sec-O-Mat von TISiM ein niedrigschwelliger Einstieg in das Feld der IT-Sicherheit gelingen kann.
Datenschutz und Unterstützung Im Forum C werden rechtliche Grundlagen, Finanzierungsmöglichkeiten sowie Ansätze zur operativen IT-Sicherheit vorgestellt.  Den richtigen Dienstleister zu identifizieren ist oft nicht leicht. In ihrem Vortrag geht Désirée Sacher-Boldewin von der Finanz Informatik auf Qualitätsmerkmale zur Prüfung, Auswahl und Steuerung von IT-Dienstleistern zur operativen IT-Sicherheit ein.  
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Wer Aufgaben der operativen IT-Sicherheit wie zum Beispiel die sichere Konfiguration von IT-Systemen auslagert, vertraut in wichtigen Punkten auf den Partner.

Désirée Sacher-Boldewin, Zentrale operative IT Sicherheitsarchitektin bei der Finanz Informatik GmbH & Co. KG


Cyberangriff auf die FUNKE Mediengruppe
Heiko Weigelt, Chief Information Officer der FUNKE Mediengruppe, berichtet in seinem Vortrag zum Abschluss der Veranstaltung über den Ransomware-Angriff auf das Medienunternehmen und erklärt, welche Erkenntnisse FUNKE für die Zukunft aus dem Angriff zieht. (red)
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Heiko Weigelt © MARK SANDTEN
Die FUNKE Mediengruppe ist heute anders und besser aufgestellt. Der Kampf gegen Cyberattacken bleibt jedoch ein Marathon.

Heiko Weigelt, Chief Information Officer (CIO) der FUNKE Mediengruppe