Standort Südwestfalen

Industriestandort Südwestfalen jetzt fit für die Zukunft aufstellen

Der Industriestandort Südwestfalen steht auf dem Prüfstand: Klimawandel und Energiewende, damit einhergehend steigende Energiepreise, sowie durch die Coronakrise hervorgerufene Lieferengpässe nicht nur in der Chipindustrie und höhere Rohstoffpreise, setzen der heimischen Industrie zu.
„Und auch die wirtschaftlichen Folgen der Hochwasserkatastrophe von Mitte Juli sind immens. Das Unwetter hat Südwestfalen mit voller Härte getroffen und stellt die Industrie vor gewaltige Herausforderungen“, so Ralf Stoffels, Präsident der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen (SIHK) und betont: „Der  Wiederaufbau  wird  ein  nationaler Kraftakt  und  eine  jahrelange  Aufgabe.“
Industrie: Starker Motor für die Wirtschaft
Zur Analyse und zukunftsorientierten Ausrichtung des Industriestandortes hat sich die SIHK-Vollversammlung in ihrer letzten Sitzung - vor der Unwetterkatastrophe - intensiv mit den Fragen für eine erfolgreiche Zukunft der Industrie auseinandergesetzt und eine Resolution verabschiedet. Darin wird auf die wesentlichen Voraussetzungen und über die Bedeutung der Industrie für die Zukunft informiert. „Schließlich soll damit auch für mehr Verständnis für das Miteinander von Industrie und Gesellschaft geworben werden. Denn Fakt ist: Die Industrieunternehmen sind der starke Motor für die Wirtschaft im Märkischen Südwestfalen. Aktuell sind immer noch mehr als die Hälfte aller Beschäftigten in der Industrie und den industrienahen Dienstleistungen tätig. Diese regionale Stärke wird durch die aktuelle Studie ‚SIHK-Industriemonitor‘ untermauert. Damit sich die Wirtschaftskraft der Region und damit auch der Wohlstand zukünftig weiter entwickeln können, braucht es neben guten Rahmenbedingungen wie Infrastruktur und Fachkräftequalifizierung auch eine bessere Akzeptanz für die Belange der Industrie“, erklärt SIHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Ralf Geruschkat.
Regelungsdichte beklagt
„Als entscheidende Herausforderungen für die Zukunft der Industrie wurden in der Studie neben Klimaschutz und Globalisierung auch die Digitale Transformation und die Qualifizierung der Beschäftigten herausgestellt“, erklärt SIHK-Geschäftsbereichsleiter Christoph Brünger und betont: „Vielfach beklagt wird von Unternehmen die enorme Regelungsdichte in Deutschland, die dazu führt, dass neue Standorte nicht schnell genug entwickelt und Prozesse, wie zum Beispiel die Digitalisierung nicht so beschleunigt werden können, wie es erforderlich wäre, um im internationalen Wettbewerb mithalten zu können.“ Bei Klimaschutz und Nachhaltigkeit soll zudem mit der SIHK Klima-Initiative aufgezeigt werden, wie diese schwierige Thematik als Chance für einen modernen, zukunftsorientierten und wettbewerbsfähigen Produktionsstandort umgesetzt werden kann. (red)
5. Oktober 2021

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