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FachForen

FACHFORUM QUALITÄTSMANAGEMENT SIHK/DGQ MÄRKISCHE REGION

Ausgewählte Aspekte im Vertragsrecht erörtert

50 QM-Fachleute hatten sich bei der SIHK zu Hagen zu einem virtuellen Expertengespräch unter Leitung von Karin Schulze zusammengeschaltet. Im Rahmen der Sitzung des SIHK-FachForums Qualitätsmanagement und des DGQ Regionalkreises Märkische Region stand ein rechtliches Update zu ausgewählten Aspekten des Vertragsrechtes im Mittelpunkt.Rechtsanwalt Hans Ebke, Fachanwalt für Handels- und Gesellschaftsrecht sowie für gewerblichen Rechtsschutz aus Lüdenscheid hatte dazu speziell die Themen QSV (Qualitätssicherungsvereinbarungen) und AGB-Recht (Allgem. Geschäftsbedingungen), Vertraulichkeitsvereinbarungen im Lichte des neuen Gesetzes zum Schutz von Geschäftsgeheimnissen sowie Auswirkungen des geplanten Lieferkettengesetzes auf QS Vereinbarungen vorbereitet.Den Schwerpunkt bildete das Thema QSV und AGB-Recht. Durch die ständige Ausweitung des Kontrollrahmens nach AGB-Recht durch den BGH (Bundesgerichtshof) gibt es letztendlich auch im unternehmerischen Bereich kaum noch Verträge, die nicht einer AGB-Kontrolle unterliegen. Die Vortragsthemen waren deshalb dadurch miteinander verzahnt, weil solche vertraglichen Vereinbarungen stets durch die „AGB-Brille“ zu sehen sind und bei Formulierungen immer an eine möglicheNachkontrolle gedacht werden muss. Im unternehmerischen Bereich spielt diesbezüglich insbesondere die Transparenzkontrolle eine wesentliche Rolle. Der Referent zeigte durch Praxisbeispiele, in welch überraschender Weise dieser Kontrollmaßstab relevant werden kann und gab Praxistipps für die Formulierung im Rahmen von QS-Verträgen. (red)

FACHFORUM PZS-WERKZEUGE

Praktiker informierten sich zu Gewindeformen im Folgeverbundwerkzeug

Zum Thema Effizienzsteigerung durch integrierte Prozesse – Gewindeformen im Folgeverbundwerkzeug trafen sich jüngst Fachleute aus dem Bereich Pressen, Ziehen, Stanzen zu einer virtuellen Sitzung bei der SIHK zu Hagen. Michael Schulte, Leiter Werkzeugkonstruktion bei der Schalksmühler Albrecht Jung GmbH & Co. KG, und Stefan Schröder, Systementwickler Gewindeformeinheiten bei der FIBRO GmbH, referierten hierzu aus der Praxis für die Praxis. Der rasche technologische Wandel und die zunehmende Komplexität bei Produkten und Märkten bedingt eine ständige Anpassung von Organisation, Kompetenzen und Produktionsprozessen, so Michael Schulte. Deshalb werden insbesondere auch Produktionsprozesse im Hause Albrecht Jung ständig neu analysiert, bewertet und an aktuelle Bedingungen angepasst. Als ein Beispiel dafür stellte er die Fertigung von sogenannten Tragplatten (z. B. bei Schaltern und Steckdosen) mit bis zu acht Gewinden/Tragplatte in einem Arbeitsgang vor. Durch die Integration des Gewindeschneidens in den bisherigen Stanzprozess haben sich signifikante Einsparpotenziale unter anderem bei den Produktherstellkosten von rund 40 Prozent ergeben Bei der Werkzeugentwicklung hatten aber auch Rüstfreundlichkeit und Bedienungskomfort große Bedeutung. Stefan Schröder stellte den Teilnehmern die im Hause FIBRO entwickelten Lösungsvarianten und Komponenten für eine Integration des Gewindeschneidens, z. B. in Stanzwerkzeuge und -prozesse, vor. Dabei erläuterte er nicht nur technische Aspekte der Gewindeschneideinheiten, sondern konnte aus weiteren Anwendungen bei Kunden auch über verschiedene Prozess- und Kostenvorteile berichten. In der sich anschließenden Diskussion der Teilnehmer mit den beiden Referenten wurden verschiedene Aspekte der erreichten Effizienzsteigerung sowie Fragen zu den Voraussetzungen der Integration erörtert. (Hg)