Azubis besuchen als Experten Schulen und Veranstaltungen

Betriebe haben zunehmend Schwierigkeiten, ihre Ausbildungsplätze mit geeigneten Bewerbern zu besetzen. Viele Arbeitgeber bemängeln die falschen Vorstellungen der Jugendlichen von Ausbildung und Beruf. Hinzu kommt, dass die meisten Maßnahmen zur Beruflichen Orientierung im vergangenen Jahr pandemiebedingt ausgefallen sind. Wie also können Unternehmen in besonderer Weise auf sich aufmerksam machen? Indem sie ihre künftigen Fachkräfte zu Wort kommen lassen: als Ausbildungsbotschafter für ihre Berufe.
Ausbildungsbotschafter sind Auszubildende im zweiten oder dritten Lehrjahr. Sie berichten in allgemeinbildenden Schulen oder auf Veranstaltungen als Experten ihres Berufs über ihre persönlichen Erfahrungen während ihrer Ausbildung und geben somit authentische Einblicke in ihren Berufsalltag. Dieser reale Kontakt zum Berufsleben baut Unsicherheiten beim Übergang Schule – Beruf ab, weckt Interesse, bietet neue Perspektiven und motiviert die Schülerinnen und Schüler.
Die jungen Leute, oft nur wenig älter als die Schülerinnen und Schüler, stellen ihren Beruf in verständlichen Worten vor und beantworten die interessierten Nachfragen rund um das Bewerbungsverfahren, den Arbeitsalltag, Verdienst- und Karrieremöglichkeiten und vieles mehr. Durch die Kommunikation „auf Augenhöhe“ wird zugleich die Berufswahlkompetenz der Schülerinnen und Schüler gestärkt.
Unternehmen profitieren von dem Projekt, weil sie über ihre Auszubildenden frühzeitigen Kontakt zu potenziellen Nachwuchskräften knüpfen und sich als attraktive Arbeitgeber mit Perspektive vorstellen können. Das Projekt „Ausbildungsbotschafter“ ist übrigens längst nicht mehr an Präsenzunterricht gebunden, auch vom Schreibtisch aus oder aus der Maschinenhalle können sich Ausbildungsbotschafter digital „zuschalten“. (kru)