Neue berufsübergreifende Ausbildungsinhalte

Ausbildungsberufe müssen ähnlich wie Computerprogramme regelmäßig einem Update unterzogen werden. Nur so ist sichergestellt, dass die Fachkräfte von morgen den Anforderungen ihres Berufes gerecht werden können. Neben den berufsspezifischen Inhalten gehört dazu auch die Vermittlung sogenannter Standardberufsbildpositionen, wie zum Beispiel „Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit“.
Das BMBF, das BMWi, Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften, Kammerorganisationen, die Länder sowie das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) verständigten sich im April 2021 auf vier neue bzw. überarbeitete Themenblöcke. Im Vordergrund standen dabei Digitalisierung, Umweltschutz und Nachhaltigkeit sowie Recht und Sicherheit. Inhalte, die für alle Ausbildungsberufe relevant sind. Diese Mindestanforderungen gelten für alle Ausbildungsberufe, die seit dem 1. August in Kraft getreten sind.
„Das Thema Nachhaltigkeit gewinnt gesamtgesellschaftlich immer mehr an Bedeutung“, weiß Peter Frese, SIHK-Fachbereichsleiter Ausbildung und Prüfung und ergänzt: „Dabei zählt nachhaltiges Handeln unter Berücksichtigung ökonomischer, ökologischer und sozialer Aspekte im eigenen Arbeitsumfeld zu den künftigen Standards in der Berufsausbildung.“ Bewährte Inhalte in den Mindestanforderungen wurden erhalten und ergänzt. So wurden „Berufsbildung sowie Arbeits- und Tarifrecht“ und „Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes“ in einer Position zusammengeführt und um das Erläutern der eigenen Entgeltabrechnung erweitert. Ebenso bleibt die Position „Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit“ weitestgehend unverändert erhalten. Die vier neuen Standardberufsbildpositionen sind: Organisation des Ausbildungsbetriebes, Berufsbildung sowie Arbeits- und Tarifrecht; Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit; Umweltschutz und Nachhaltigkeit; Digitalisierte Arbeitswelt. (red)