Ausländische Abschlüsse anerkennen

Neben der Berufsausbildung ist die Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse ein wichtiger Baustein zur Fachkräftesicherung, nicht nur in Südwestfalen.
Seit 2012 kann auf der Grundlage des Berufsqualifikationsfeststellungsgesetztes (BQFG) die Gleichwertigkeit eines im Ausland erworbenen Berufsabschlusses mit einem deutschen Abschluss bescheinigt werden. Dazu haben die Industrie- und Handelskammern mit der IHK-FOSA in Nürnberg eine zentrale
Prüfstelle geschaffen. Bereits vor dem Umzug in die Bundesrepublik kann ein Feststellungsverfahren durchgeführt werden. „Wer aus dem Ausland seinen Lebensmittelpunkt nach Deutschland verlegen will, hat so die Möglichkeit die berufliche Perspektive im erlernten Beruf im Vorhinein überprüfen zu lassen“, erläutert Peter Frese, SIHK-Fachbereichsleiter Ausbildung und Prüfung. „Aber auch bereits in Deutschland lebende Menschen können mit der Anerkennung ihres Abschlusses die Chancen auf dem Arbeitsmarkt erheblich verbessern“, so Frese weiter. Mehr als 2.133 Anträge sind allein in diesem Jahr bei der IHK-FOSA eingegangen. Davon wurden 1.187 mit einer Gleichstellung und 946 mit einer teilweisen Anerkennung des Abschlusses beschieden. Im Falle einer teilweisen Anerkennung erhält der Antragsteller detaillierte Informationen, welche Qualifikationen noch erworben werden müssen, um die volle Gleichwertigkeit mit einem deutschen Referenzberuf zu erhalten.
Die SIHK zu Hagen bietet allen Interessierten vor der Antragstellung eine kostenlose Beratung an. Dabei stehen Fragen nach dem Referenzberuf, nach benötigten Unterlagen und dem Ablauf des Anerkennungsverfahrens genauso im Vordergrund, wie auch die Einschätzung der Erfolgschancen, denn schließlich handelt es sich bei der Antragsstellung um ein kostenpflichtiges Verfahren. (red)