SIHK-Positionen

SIHK-Präsident Stoffels warnt vor verhärteten Fronten beim A45-Brückenbau

„Die Diskussion um den Ersatzbau der Rahmede-Brücke muss durch das Gesamtinteresse der Region geprägt bleiben“, betont Ralf Stoffels, Präsident der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen (SIHK).
Weder Wirtschaft noch Umweltschutzverbände oder auch die Anwohnerseite könne es sich in dieser außergewöhnlichen Situation leisten, in übliche Reflexe zu verfallen.
„Ich fordere alle Interessensvertreter auf, sich kurzfristig  gleichberechtigt an einen Tisch zu setzen und gemeinsam abzuwägen, wie die Beeinträchtigungen durch die Brückensperrung möglichst gering gehalten werden können - sowohl auf der Umweltseite als auch bei den Anwohnern und bei der Wirtschaft mit ihren Arbeitsplätzen. Es geht um die schnellstmögliche rechtlich und technisch sichere Wiederherstellung der A45-Brücke bei gleichzeitiger Minimierung der Belastungen für Bürger, Umwelt und Wirtschaft.“ Diesem gemeinsamen und ausgleichendem Interesse fühle er sich als SIHK-Präsident persönlich und aus Überzeugung verpflichtet. „Wir müssen alle in Südwestfalen an einem Strang ziehen“, äußerte sich SIHK-Präsident Stoffels zum aktuellen Stand der Sperrung der A45 bei Lüdenscheid.
19. Januar 2022

Verfahren des Brücken-Neubaus muss zwingend beschleunigt werden

Ralf Stoffels, Präsident der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen (SIHK), kann nicht nachvollziehen, warum das Bundesverkehrsministerium keine klare Aussage dazu trifft, ob bei der Talbrücke Rahmede die Planfeststellung entfallen kann.
Nach einem Bericht des Bundesverkehrsministeriums an den Verkehrsausschuss des Bundestags heißt es: Der Neubau der Talbrücke Rahmede an der A45 kann auch nach geltender Rechtslage genehmigungsfrei erfolgen. „Wenn bestehendes Recht angewendet werden kann, darf das nicht bedeuten, dass weiterhin fünf Jahre als frühester Termin für die Freigabe der A45 im Raum stehen“, befürchtet SIHK-Präsident Stoffels und bekräftigt erneut: „Wir fordern einen Neubau der Rahmede-Brücke in zwei Jahren! Das ist aus Sicht der regionalen Wirtschaft der Maßstab, an dem sich die Ampelkoalition in Berlin und die Landesregierung messen lassen müssen. Ich erwarte, dass diese gewaltige Herausforderung in einem ‚Bündnis für Beschleunigung‘ nun endlich in Angriff genommen wird.“
Vor dem Hintergrund eines geplanten Gipfeltreffens von Bundes- und NRW-Verkehrsministerium sowie der Autobahn GmbH am kommenden Freitag, den 14. Januar, betont SIHK-Präsident Stoffels: „Es ist an der Zeit die Verfahren wirklich zu beschleunigen. Die Zukunft des Wirtschafts- und Industriestandorts Südwestfalen hängt entscheidend davon ab, wie schnell der Neubau der Rahmede-Brücke jetzt gelingt. Jeder Tag, an dem der Personen- und Güterverkehr nicht reibungslos über die Lebensader A45 laufen kann, richtet einen enormen volkswirtschaftlichen Schaden in NRWs stärkster Industrieregion an und belastet die Menschen erheblich.“
12. Januar 2022

SIHK-Präsident Stoffels fordert A 45-Brückenneubau in zwei Jahren

Die dauerhafte Sperrung der Sauerlandlinie A 45 bei Lüdenscheid für den LKW-Verkehr alarmiert den Präsidenten der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen (SIHK) Ralf  Stoffels:
„Die Zukunft des Wirtschafts- und Industriestandorts Südwestfalen hängt entscheidend davon ab, wie schnell der Neubau der Rahmede-Brücke gelingt. Jeder Tag, an dem der Personen- und Güterverkehr nicht reibungslos über die Lebensader A 45 laufen kann, richtet einen enormen volkswirtschaftlichen Schaden in NRWs stärkster Industrieregion an und belastet die Menschen erheblich. Was beim Tesla-Werk in Brandenburg und beim Brückenneubau nach der Katastrophe in Genua möglich war, muss jetzt auch in Nordrhein-Westfalen gelingen: Wir fordern einen Neubau der Rahmede-Brücke in zwei Jahren! Das ist aus Sicht der regionalen Wirtschaft der Maßstab, an dem sich die neue Ampelkoalition in Berlin und die Landesregierung messen lassen müssen. Ich erwarte, dass diese gewaltige Herausforderung in einem ‚Bündnis für Beschleunigung‘ unter Federführung des Landes in Angriff genommen wird.“
10. Dezember 2021

SIHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Ralf Geruschkat zur Talbrücke Rahmede

"Die Vollsperrung der A45 für rund drei bis vier Monate ist eine Hiobsbotschaft für den Wirtschaftsstandort Südwestfalen. Selbst wenn anschließend wieder PKWs über die Rahmede-Brücke rollen können, bleibt ein LKW-Verbot auf der A45 bei Lüdenscheid eine immense Herausforderung für den stärksten Industriestandort NRWs. Das dichte regionale Wertschöpfungsnetz ist zwingend auf reibungslose Verkehre angewiesen. Jetzt müssen alle Kräfte mobilisiert werden, um Planungs- und Baukapazitäten zu bündeln und Planungs- sowie Genehmigungsverfahren zu beschleunigen."
8. Dezember 2021

Offener SIHK-Brief an NRW-Ministerpräsident Henrik Wüst

In einem offenen Brief wendet sich die Südwestfälische Industrie- und Handelskammer zu Hagen (SIHK) an NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst, NRW-Verkehrsministerin Ina Brandes und an NRW-Wirtschaftsminister Prof. Andreas Pinkwart, um auf die katastrophalen wirtschaftlichen Folgen durch die Vollsperrung der A45 im Märkischen Südwestfalen hinzuweisen.
Im Wortlaut heißt es:
„Sehr geehrter Herr Ministerpräsident,
die Vollsperrung der A45 bei Lüdenscheid wegen Brückenschäden ist ein schwerer Schlag für den Wirtschaftsstandort Märkisches Südwestfalen. Neben den häufig schon heute kaum erträglichen Auswirkungen eines über Jahrzehnte aufgebauten Investitionsstaus, dem jahrelangen Warten auf den Lückenschluss der A46 und den Hochwasserschäden an der Verkehrsinfrastruktur, bringt die Sperrung der A45 NRWs stärkste Industrieregion in eine dramatische Lage mit Blick auf die Verkehrsinfrastruktur. Der LKW-Verkehr, die Pendlerinnen und Pendler sowie die Anwohner werden in diesen Tagen erheblichen Verzögerungen und Belastungen ausgesetzt. Daher bitten wir die Landesregierung nachdrücklich:

  1. Die Landesregierung muss jetzt die Verkehrsinfrastruktur von NRWs stärkster Industrieregion in den Fokus nehmen und die Bündelung aller Kräfte veranlassen, um die Probleme an der A45 bei Lüdenscheid so schnell und unbürokratisch wie möglich zu beheben
  2. Dazu ist aus unserer Sicht eine weitere Koordinierung und Abstimmung der Baulastträger – mindestens von Autobahn GmbH und Straßen NRW – erforderlich.
  3. Neben der akuten Situation an der A45 gibt es zu viele weitere Einschränkungen in der Verkehrsinfrastruktur im Märkischen Südwestfalen. Es braucht eine umfassende Infrastruktur-Offensive, die den Ausbau, die Modernisierung und die Beseitigung von Verkehrsengpässen bei allen Verkehrsträgern schnell und unbürokratisch vorantreibt. Ansonsten befürchten wir eine dauerhafte Schwächung der Wettbewerbsfähigkeit des Industriestandortes Südwestfalen und der Handelsstandorte in der Region.
Wir danken Ihnen für Ihren Einsatz und bitte lassen Sie uns wissen, wie wir die erforderlichen Maßnahmen als SIHK zu Hagen unterstützen können.“
7. Dezember 2021

Statement der SIHK zur Vollsperrung

„Die Nachricht zur Vollsperrung der A45 zwischen Lüdenscheid-Nord und Lüdenscheid in beiden Fahrtrichtungen hat uns entsetzt. Seitdem erreichen uns zahlreiche Nachrichten aus den betroffenen Unternehmen, die um die Wettbewerbsfähigkeit ihres Standortes fürchten“, blickt Christoph Brünger, Geschäftsbereichsleiter Standortpolitik bei der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen (SIHK)  voller Sorge auf die Situation an der A45.
„Die Vollsperrung der A45 ist für die heimische Wirtschaft eine Katastrophe. Die A45 ist im doppelten Sinne die Lebensader. Sowohl für die pendelnden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, als auch für die  Logistik von Gütern“, so Brünger. Mit Blick auf die Bedarfsumleitungen U16 und U39 betont Brünger: „Man muss jetzt kreative Lösungen für den immensen Verkehrsfluss finden. Zum einen muss es eine Vorrang-Ampelschaltung für den Umleitungsverkehr geben und zum anderen muss die Beschilderung ggfls. auch für ausländische Fahrer eindeutig erkennbar sein.“ Zudem sei zu hoffen, dass Mittel und Wege gefunden würden, die Brücke schnell übergangsweise wieder instand zu setzen.
Erste Gespräche zeigten, dass den verantwortlichen Vertretern der Autobahn GmbH des Bundes die Situation sehr bewusst sei. „Unabhängig davon, wie lange der nun eingetretene Zustand anhält, brauchen wir eine kluge Abstimmung zwischen allen Straßenbaulastträgern, um einen völligen Zusammenbruch des Verkehrs in der Region rund um Lüdenscheid zu vermeiden. Hier muss im Rahmen einer einzurichtenden Task Force eine enge Kommunikation erfolgen“, so Brünger.
3. Dezember 2021