International

Ursprungszeugnisse und Bescheinigungen

Neue Bearbeitungszeiten für Ursprungszeugnisse

Seit dem 4. Januar 2021 gibt es in der SIHK-Hauptgeschäftsstelle in Hagen sowie in den Geschäftsstellen Iserlohn und Lüdenscheid Änderungen bei den Bearbeitungszeiten von eingereichten Anträgen zur manuellen Ausstellung von Ursprungszeugnissen und sonstigen Beglaubigungen im Außenwirtschaftsverkehr.
  • Manuelle Anträge zur Ausstellung von Ursprungszeugnissen können nur noch bis 10:00 Uhr eingereicht werden. Das beglaubigte Ursprungszeugnis kann dann am darauffolgenden Arbeitstag abgeholt oder alternativ per frankiertem Rückumschlag zugestellt werden.
  • Per Post eingereichte physische Anträge werden wie bisher nach Eingang manuell bearbeitet und per frankiertem Rückumschlag (oder per Sammelrechnung) zurückgesandt.
  • Abweichungen von dieser Regelung sind in dringenden Fällen nur nach vorheriger Terminabstimmung möglich. Das gilt in Hagen auch für die Ausstellung von Carnet A.T.A.
Allgemein empfiehlt die SIHK die Nutzung des Elektronischen Ursprungszeugnisses (eUZ). Das eUZ ist ein benutzerfreundliches digitalisiertes Verfahren, das eine zeitnahe Bearbeitung gewährleistet und einen Ausdruck im eigenen Unternehmen ermöglicht.
Weitere Informationen finden Sie hier oder unter www.sihk.de/eUZ.

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Bei der Einfuhr von Waren verlangen die Behörden vieler Staaten neben Ursprungszeugnissen auch amtliche Bescheinigungen oder Geschäftspapiere, die durch eine Industrie- und Handelskammer bescheinigt wurden. Oftmals auch ist zusätzlich nach der IHK-Bescheinigung eine konsularische Legalisierung vorgeschrieben. Ebenso kann lediglich der Kundenwunsch, zum Beispiel im Rahmen eines Akkreditiv-Geschäftes, der Grund für bestimmte Bescheinigungen sein.

Geforderte Dokumente können - neben den Ursprungszeugnissen - sein: Handelsrechungen, Proforma-Rechnungen, Preislisten, Angebote, Vollmachten, Vertretungsbestätigungen, Vollmachten für Carnets A.T.A., Bestätigungen, dass der Verkauf bestimmter Waren in der Bundesrepublik Deutschland gestattet ist (Freiverkäuflichkeitsbescheinigungen) usw.

Grundsätzliches zu IHK-Bescheinigungen

Die gesetzlichen Vorschriften Deutschlands bzw. der Europäischen Union sind einzuhalten. Die Wünsche des Empfangslandes oder des Kunden können nur dann berücksichtigt werden, wenn sie mit diesen Vorschriften übereinstimmen
Erklärungen auf Firmenbogen müssen original unterschrieben sein
Die Angaben in den Dokumenten müssen nachgewiesen werden
Vordatierungen und/oder Rückdatierungen sind unzulässig
Kopien der Unterlagen verbleiben bei der IHK
  • Nicht alle Dokumente, für die eine IHK-Bescheinigung gefordert wird, dürfen von der Industrie- und Handelskammer „abgestempelt” werden. Ursache hierfür können sein:
    - Eine andere Institution ist örtlich und/oder rechtlich (sachlich) zuständig [§ 1 Abs. 3 IHK Gesetz],  hierzu zählen Gesundheitszeugnisse, Freiverkäuflichkeitsbescheinigungen, Stellungnahmen, Gutachten, Prüfzertifikate oder amtliche Erklärungen anderer Behörden
    - Beglaubigung eidesstattlicher Versicherungen - diese fallen in die Zuständigkeit der Notare und Gerichte
    - Die Angaben in den Dokumente nicht erlaubt sind, zum Beispiel Boykott-Erklärungen gegen ein bestimmtes Land
    - Die Richtigkeit der Angaben nicht nachgewiesen werden kann
Die in Nordrhein-Westfalen, und im Kammerbezirk der SIHK, zu beachtenden  vorrangigen Zuständigkeitsregelungen entnehmen Sie bitte dem nebenstehenden Download; gleichfalls finden Sie hier das Statut und die Richtlinien.

Ägypten: Advanced Cargo Information – Eintragung im Ursprungszeugnis

Zum 01.07.2021 hat Ägypten ein neues System zur Vorabregistrierung von Frachtinformationen namens “Advanced Cargo Information (ACI)” eingeführt. Folgende Daten müssen in den vom Exporteur bereitgestellen Verschiffungsdokumenten und damit auch im Ursprungszeugnis – Feld 5 oder Feld 1 – enthalten sein:
- Advanced Cargo Identification Number (ACID) der jeweiligen sendung
- Exporter Registration Numer (erzeugt im CargoX-Portal) des Exporteurs
- Steuernummer des Importeurs
Detaillierte Informationen zur ACI
13.08.2021
  Irak: Wegfall der Beglaubigungen durch das Bundesverwaltungsamt für Ursprungszeugnisse und Handelsrechnungen
Seit dem 7. Oktober 2019 ist eine Beglaubigung von Ursprungszeugnissen nd Handelsrechnungen durch das Bundesverwaltungsamt nicht länger erforderlich. Damit ist die Ausstellung des Ursprungszeugnisses bzw. die Beglaubigung der Handelsrechnung durch die IHK sowie die Beglaubigung durch die GHORFA für eine Legalisierung durch die irakische Botschaft in Berlin ausreichend.
10.10.2019

VAE: BVA-Endbeglaubigung teilweise erforderlich

Wie die Botschaft der Vereinigten Arabischen Emirate über den DIHK mitteilt, müssen seit dem 1. November 2019 alle Dokumente – mit Ausnahme von Handelsrechnungen und Ursprungszeugnissen – vor der Einreichung bei der Arab-German Chamber of Commerce and Industry (Ghorfa) vom Bundesverwaltungsamt (BVA) endbeglaubigt werden.
Je nach Art des Dokuments, müssen diese zuvor von der jeweils zuständigen Stelle (Behörde/Notar) ausgestellt/beglaubigt/bescheinigt worden sein. Notariell beglaubigte Dokumente müssen anschließend durch den zuständigen Landgerichtspräsidenten überbeglaubigt werden. Behördendokumente, die von der jeweils zuständigen Behörde ausgestellt/bescheinigt werden müssen, sind anschließend durch die obere Verwaltungsbehörde überzubeglaubigen.
Alle anderen Vorgaben bleiben unverändert.
29.11.2019
  
Um sich gegenüber der SIHK als unterschriftsberechtigt für die Ausstellung von außenwirtschaftsrechtlichen Unterlagen zu legitimieren, verwenden Sie bitte den aktuellen Unterschriftsbogen im Download-Bereich, welcher an die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) angepasst wurde. Hier sind auch in einem Dokument  die "Informationspflichten für Unterschriftenlisten" hinterlegt.