Finanzielle Hilfen

Finanzielle Hilfen

Überbrückungshilfe bis 31. März 2022 verlängert

Die Überbrückungshilfe ist neben dem Kurzarbeitergeld das wichtigste Instrument, um besonders von der Pandemie betroffenen Unternehmen zu helfen. Der Bund wird die Förderung als Überbrückungshilfe IV (einschließlich der Neustarthilfe) und Regelungen zur Kurzarbeit um drei Monate bis zum 31. März 2022 verlängern. 
Im Einzelnen wurde Folgendes beschlossen:
  • Für Unternehmen wird das Instrument der Überbrückungshilfe III Plus als Überbrückungshilfe IV für die Monate Januar bis Ende März 2022 fortgeführt.
  • Ebenso wird die Neustarthilfe Plus für Selbständige für die Monate Januar bis Ende März 2022 fortgeführt. Soloselbständige können hier weiterhin pro Monat bis zu 1.500 Euro an direkten Zuschüssen erhalten, insgesamt für den verlängerten Förderzeitraum also bis zu 4.500 Euro.
  • Im Rahmen der neuen Überbrückungshilfe IV wird der Zugang zum Eigenkapitalzuschuss für Aussteller auf Weihnachtsmärkten erleichtert - künftig müssen sie nur für einen Monat einen relevanten Umsatzrückgang nachweisen (statt wie bislang mindestens 3 Monate). Zudem sollen Vorbereitungskosten bei der Überbrückungshilfe berücksichtigt werden können.
  • Unternehmen müssen weiterhin einen Umsatzrückgang von mindestens 30 % im Vergleich zum Referenzmonat 2019 nachweisen. Auf Empfehlung des Bundesrechnungshofs erhalten Unternehmen in der Überbrückungshilfe IV bei Umsatzausfällen ab 70 %, bis zu 90 % der Fixkosten erstattet (bisher 100 %). In der Überbrückungshilfe III Plus bleibt es bei einer Erstattung von 100 % für diese Unternehmen.
  • Die Höchstgrenzen der Förderung werden analog zum neuen Befristeten EU-Beihilferahmen um 2,5 Mio. Euro angehoben – im Rahmen der Bundesregelung Fixkostenhilfe 2020 um 2 Mio. auf 12 Mio. Euro, im Rahmen der Bundesregelung Kleinbeihilfen 2020 um 0,5 Mio. auf 2,3 Mio. Euro.
  • Verlängert bis Ende März 2022 werden auch die Härtefallhilfen.
Weitere Informationen finden Sie hier.

Soforthilfe-Rückmeldung: Antrag auf Fristverlängerung

Die Rückmeldefrist für die Soforthilfe endete am 31. Oktober 2021. Auf Anfrage hat uns die Bezirksregierung Arnsberg mitgeteilt, dass Fristverlängerungen auf Antrag gewährt werden. Die Anträge sind zu richten an corona-hilfen@bra.nrw.de.

Überbrückungshilfe III plus bis 31. Dezember 2021

Die Bundesregierung verlängert die Überbrückungshilfen für betroffene Unternehmen und Soloselbstständige bis zum 31. Dezember 2021 als Überbrückungshilfe III Plus. Die bewährten Förderbedingungen werden in der Überbrückungshilfe III Plus beibehalten.  Die Neustarthilfe wird ebenfalls bis zum 30. September 2021 als Neustarthilfe Plus weitergeführt.
Neu im Programm der Überbrückungshilfe III Plus ist:
  • Unternehmen, die im Zuge der Wiedereröffnung Personal aus der Kurzarbeit zurückholen, neu einstellen oder anderweitig die Beschäftigung erhöhen, erhalten wahlweise zur bestehenden Personalkostenpauschale eine Personalkostenhilfe („Restart-Prämie“) als Zuschuss zu den dadurch steigenden Personalkosten. Sie erhalten auf die Differenz der tatsächlichen Personalkosten im Fördermonat Juli 2021 zu den Personalkosten im Mai 2021 einen Zuschuss von 60 Prozent. Im August beträgt der Zuschuss noch 40 Prozent und im September 20 Prozent. Nach September 2021 wird kein Zuschuss mehr gewährt.
  • Ersetzt werden künftig Anwalts- und Gerichtskosten von bis zu 20.000 Euro pro Monat für die insolvenzabwendende Restrukturierung von Unternehmen in einer drohenden Zahlungsunfähigkeit.
  • Die Neustarthilfe für Soloselbstständige wird verlängert und erhöht sich von bis zu 1.250 Euro pro Monat für den Zeitraum von Januar bis Juni 2021 auf bis zu 1.500 Euro pro Monat für den Zeitraum von Juli bis September 2021. Für den gesamten Förderzeitraum von Januar bis September 2021 können Soloselbstständige somit bis zu 12.000 Euro bekommen.
  • Weitere Informationen finden Sie hier.
Die FAQ zur Überbrückungshilfe III werden überarbeitet und zeitnah veröffentlicht. Nach Anpassung des Programms kann die Antragstellung über die bekannte Plattform  ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de erfolgen.
Antragsstellung: Seit dem 16. Juli 2021 kann die Neustarthilfe plus beantragt werden. Weitere Informationen finden Sie  hier. Erstanträge auf die Überbrückungshilfe III plus können seit dem 23. Juli 2021 gestellt werden.

Sonderfonds für Kulturveranstaltungen

Der Bund hat einen Sonderfonds für Kulturveranstaltungen aufgelegt, für den er bis zu 2,5 Milliarden Euro zur Verfügung stellt. Dieser Fonds ergänzt die bestehenden Hilfen des Bundes für die Kulturbranche. Die Hilfe besteht aus zwei Bausteinen:
  • Wirtschaftlichkeitshilfe für kleinere Veranstaltungen, die unter Beachtung Corona-bedingter Hygienebestimmungen der Länder mit reduziertem Publikum stattfinden. Diese Hilfe steht für Veranstaltungen mit bis zu 500 Personen ab dem 1. Juli 2021 und für Veranstaltungen mit bis zu 2.000 Personen ab dem 1. August 2021 zur Verfügung.
  • Ausfallabsicherung für größere Kulturveranstaltungen, die für die Zeit ab dem 1. September 2021 geplant werden
Weitere Informationen finden Sie hier.

Corona-Härtefallhilfe in NRW

Für Unternehmen und Selbstständige, die auf Grund einer besonderen und individuellen Härte bestehende Corona-Hilfsprogramme nicht in Anspruch nehmen können, stellen Bund und Land Härtefallhilfen zur Verfügung:
  • Antragsberechtigt sind Unternehmen und Selbstständige, die von bestehenden Hilfsprogrammen, insbesondere der Überbrückungshilfe III, ausgeschlossen sind. Gleichzeitig muss das Unternehmen in seiner wirtschaftlichen Existenz absehbar bedroht sein.
  • Anträge können ausschließlich über prüfende Dritte, beispielsweise Steuerberater oder vereidigte Buchprüfer,  gestellt werden.
  • Die Förderhöhe beläuft sich auf maximal 100.000 Euro und orientiert sich an den förderfähigen Fixkosten (Regelung der Überbrückungshilfe III).
  • Über die Förderhöhe und die Antragsberechtigung entscheidet nach pflichtgemäßem Ermessen im Einzelfall eine im Wirtschaftsministerium eingerichtete Härtefallkommission.
  • Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Antragsstellung finden Sie auf dem gemeinsamen Antragsportal der Länder: www.haertefallhilfen.de 
  • Die Antragsstellung ist seit dem 18. Mai 2021 möglich.

Überbrückungshilfe III bis Juni 2021

 Fragen und Antworten zur Überbrückungshilfe III finden Sie hier.
Für den Zeitraum November 2020 bis Juni 2021 werden von der Corona-Pandemie besonders betroffene Unternehmen mit der Überbrückungshilfe III unterstützt. Dazu wurde das bestehende Instrument der Überbrückungshilfe verlängert und die Konditionen nochmals verbessert. Bei der Höhe sind anstelle von bislang max. 50.000 Euro pro Monat künftig bis zu max. 1.500.000 Euro pro Monat Betriebskostenerstattung möglich.
Neustarthilfe für Soloselbständige: Die Überbrückungshilfe III bringt erhebliche Verbesserungen für Soloselbständige mit sich. Betroffene, zum Beispiel aus dem Kunst- und Kulturbereich, können eine einmalige Betriebskostenpauschale für den Zeitraum bis Ende Juni 2021 als steuerbaren Zuschuss erhalten. Die Neustarthilfe ist konzipiert für Soloselbständige, die im Rahmen der Überbrückungshilfen III sonst keine Fixkosten geltend machen können, aber dennoch hohe Umsatzeinbrüche hinnehmen müssen.

Außerordentliche Wirtschaftshilfe – Dezember-Hilfe

Die außerordentliche Wirtschaftshilfe wurde aufgrund der Schließungen verlängert. Damit sollen den von den Schließungen betroffenen Unternehmen auch im Dezember Zuschüsse in Höhe von bis zu 75 Prozent des Vergleichsumsatzes im Jahr 2019 als Hilfen zur Verfügung stehen. Die Antragstellung war bis zum 30. April 2021 möglich.

Außerordentliche Wirtschaftshilfe – November-Hilfe

Antragsberechtigt sind solche Unternehmen, die aufgrund des Beschlusses des Bundes und der Länder vom 28. Oktober 2020 den Geschäftsbetrieb einstellen mussten (inkl. Hotels). Antragsberechtigt sind auch alle Unternehmen, die regelmäßig 80 Prozent ihrer Umsätze mit direkt von den Schließungs-Maßnahmen betroffenen Unternehmen erzielen. Mit der Novemberhilfe werden Zuschüsse pro Woche der Schließung in Höhe von 75 Prozent des durchschnittlichen wöchentlichen Umsatzes im November 2019 gewährt. Die Antragsstellung war bis zum 30. April 2021 möglich.

Überbrückungshilfe I und II des Bundes und Landes NRW

Die Überbrückungshilfe wurde in den Monaten September bis Dezember 2020 fortgesetzt. Dabei wurden die Zugangsbedingungen abgesenkt und die Förderung ausgeweitet. Antragsberechtigt waren Unternehmen, die entweder einen Umsatzeinbruch in Höhe von mindestens 50 % in zwei zusammenhängenden Monaten im Zeitraum April bis August 2020 gegenüber den Vorjahresmonaten erlitten haben, oder die im selben Zeitraum insgesamt einen durchschnittlichen Umsatzeinbruch von mindestens 30 % pro Monat verzeichnen mussten.
Weitere Informationen finden Sie hier.

Soforthilfe des Bundes und Landes NRW

Das Land NRW hat am 19. August 2020 Verbesserungen bei der Abrechnung des Rückmeldeverfahrens der Soforthilfe verkündet. Die Verbesserungen betreffen unter anderem Personalkosten, Stundungen und die Anrechnung zeitversetzter Zahlungseingänge.
Rückmeldeverfahren: Das Land NRW möchte die Betroffenen entlasten und hat sie erst im Juni 2021 zur Abrechnung und eventuell erforderlichen Rückzahlung aufgefordert. Die Unternehmen erhalten bis zum 31. Oktober 2021 Zeit für ihre Rückmeldungen. Wichtig: Die Frist zur Rückzahlung der möglicherweise zu viel erhaltenen Mittel wird bis Ende Oktober 2022 verlängert. Weitere Informationen finden Sie unter: NRW-Soforthilfe 2020: Fragen und Antworten zum Rückmeldeverfahren

Kurzarbeitergeld

Informationen zum Kurzarbeitergeld finden Sie unter diesem Link: www.sihk.de/kurzarbeitergeld

Liquiditätssicherung durch Kredite und Bürgschaften

Kontaktieren Sie bei Liquiditätsbedarf bitte auch umgehend Ihre Hausbank: Die KfW Bankengruppe und die NRW.BANK stellen im Hausbankenverfahren Betriebsmittelkredite, Liquiditätshilfen und Überbrückungskredite zu günstigen Konditionen  zur Verfügung. Die Bürgschaftsbank NRW und das Landesbürgschaftsprogramm können notwendige Kredite zur Überbrückung in Verbindung mit einer Hausbankfinanzierung besichern. Kostenlose Anfragen für ein Finanzierungsvorhaben können über das Finanzierungsportal der Bürgschaftsbanken gestellt werden. 
Kreditantrag für Ihre Bank vorbereiten
Wenn Sie den passenden Kredit gefunden haben, können Sie Ihren Antrag schon vorbereiten. Das hilft Ihrer Bank, den Kreditantrag schnellstmöglich an die KfW weiterzuleiten.
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Personalkostenübernahme und Entschädigung für Verdienstausfall bei Quarantäne

Sollte wegen des Coronavirus ein Tätigkeitsverbot, z.B. Quarantäne, behördlich ausgesprochen werden, können Betriebe eine Entschädigung für die Fortzahlung von Löhnen und Gehältern beantragen. Zuständig ist der Landesverband Westfalen Lippe (für die Regierungsbezirke Arnsberg, Detmold und Münster). Die Antragsformulare finden Sie hier
Selbstständige, deren Betrieb oder Praxis während einer behördlich angeordneten Quarantäne ruht, können nach § 56 Infektionsschutzgesetz bei der zuständigen Behörde einen "Ersatz der in dieser Zeit weiterlaufenden nicht gedeckten Betriebsausgaben in angemessenem Umfang" beantragen.
Nordrhein-Westfalen hat entsprechend dem Infektionsschutzgesetz (IfSG) des Bundes zum 11. Oktober 2021 die Verdienstausfallentschädigungen bei Quarantänen (nach § 56 Abs. 1 IfSG) für Menschen ohne Covid-19-Impfschutz auslaufen lassen. Ausgenommen von dieser Regelung bleiben weiterhin Menschen, die sich aus gesundheitlichen Gründen nicht impfen lassen können.

Steuerliche Erleichterungen

Tipp: Das NRW-Finanzministerium hat zu den steuerlichen Maßnahmen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie einen umfangreichen Fragen- und Antwortenkatalog erstellt, der auch fortlaufend ergänzt und aktualisiert wird.
Das Bundesfinanzministerium (BMF) hat im Laufe des Jahres gemeinsam mit dem Bundeswirtschaftsministerium zahlreiche steuerliche Maßnahmen auf den Weg gebracht, um den durch die Coronakrise Geschädigten entgegen zu kommen. Die obersten Finanzbehörden des Bundes und der Länder haben nun aufgrund der andauernden Pandemie beschlossen, die Verwaltungsregelungen aus dem Frühjahr erneut zu verlängern:
Sondervorauszahlung bei Dauerfristverlängerung Umsatzsteuervoranmeldung
Auf die Umsatzsteuer-Sondervorauszahlung (sog. 1/11) zwecks Beantragung einer Dauerfristverlängerung zur Abgabe der Umsatzsteuervoranmeldung wird auch in 2021 von seiten der Finanzverwaltung verzichtet.

Steuerfreie Sonderzahlungen an Arbeitnehmer
Die Corona-Prämie in Höhe von 1.500 Euro geht erneut in die Verlängerung. Arbeitgeber können nun noch bis zum 31. März 2022 ihren Arbeitnehmern den steuerfreien Zuschuss zukommen lassen. Die Prämie selbst wurde nicht erhöht, über den gesamten Zeitraum darf der Höchstbetrag in Höhe von 1.500 Euro je Arbeitnehmer nicht überschritten werden. Teilauszahlungen sind aber möglich.

Steuerfreie Aufstockung des Kurzarbeitergeldes
Arbeitgeber können das Kurzarbeitergeld bis zu 80 Prozent des Unterschiedsbetrages zwischen dem Soll- und dem Ist-Entgelt für ihre Arbeitnehmer steuerfrei aufstocken. Auch diese begrenzte und befristete Steuerbefreiung der Aufstockung des Kurzarbeitergeldes durch den Arbeitgeber bleibt auch 2021 erhalten. Die Steuerfreiheit gilt für Lohnzahlungszeiträume, die nach dem 29. Februar 2020 beginnen und vor dem 1. Januar 2022 enden.
 
Stundung, Anpassung der Steuervorauszahlungen und Fristverlängerungen
Steuerpflichtige, die durch die Corona-Krise unmittelbar und nicht unerheblich negativ wirtschaftlich betroffen sind, konnten bei ihrem Finanzamt für bis zum 30. Juni 2021 fällige Steuern einen vereinfachten Antrag auf Stundung für drei Monate stellen. Die Stundungen laufen noch längstens bis zum 30. September 2021. Darüber hinaus können Anschlussstundungen für die bis zum 30. Juni 2021 fälligen Steuern nur noch im Zusammenhang mit einer angemessenen, längstens bis zum 31. Dezember 2021 dauernden Ratenzahlungsvereinbarung gewährt werden.
Evtl. kommt auch noch eine Herabsetzung von Vorauszahlungen (Einkommen-, Körperschaft- und Gewerbesteuer) in Betracht. 

Für die entsprechenden Anträge steht ein vereinfachtes Antragsformular (PDF-Datei · 63 KB) zur Verfügung. Fristverlängerungen bei der Abgabe Lohnsteuer-Anmeldung sind weiterhin mit diesem Antrag (PDF-Datei · 762 KB) möglich.
Für nach dem 30. Juni 2021 fällige Steuern sind Stundungen nur noch wie im sonst üblichen Antragsverfahren unter Erbringung der erforderlichen Nachweise, insbesondere zu den wirtschaftlichen Verhältnissen, möglich.
Wir empfehlen dringend, sich vor Antragstellung von einem Steuerberater über die möglichen Folgen beraten zu lassen!

Umsatzsteuer auf Sachspenden und Personal
Bis 31. Dezember 2021 zahlen Unternehmen, die in der Corona-Krise Schutzmasken und Desinfektionsmittel an Krankenhäuser, Arztpraxen und Pflegeheime spenden, darauf keine Umsatzsteuer.  Außerdem stellt das BMF in seinem Schreiben vom 18. Dezember 2020 (PDF-Datei · 41 KB) klar, dass entgegen Abschn. 15.15 Absatz 1 UStAE, die entsprechenden Vorsteuerbeträge unter den übrigen Voraussetzungen des § 15 UStG im Billigkeitswege zu berücksichtigen sind.

Ermäßigter Umsatzsteuerssatz auf Restaurations- und Verpflegungsdienstleistungen
Mit dem ersten Corona-Steuerhilfegesetz wurde beschlossen, vom 1. Juli 2020 grundsätzlich den ermäßigten Mehrwertsteuersatz auf Speisen anzuwenden. Diese Regelung war zunächst befristet bis zum 30. Juni 2021 und wurde nun bis Ende 2022 verlängert.

Einfuhrumsatzsteuer
Die Fälligkeit der Einfuhrumsatzsteuer ist auf den 26. des zweiten auf die Einfuhr folgenden Monats verschoben

Verlustrücktrag
Der steuerliche Verlustrücktrag wurde für die Jahre 2020 und 2021 auf fünf Mio. Euro bzw. zehn Mio. Euro (bei Zusammenveranlagung) erweitert. Die Bundesregierung plant derzeit eine erneute Erweiterung der Grenzen auf 10 bzw. 20 Mio. Euro.

Forschungszulage
Erhöhung der maximalen Bemessungsgrundlage der steuerlichen Forschungszulage auf vier Mio. Euro im Zeitraum von 2020 bis 2025.

Abschreibung
Einführung einer degressiven Abschreibung in Höhe von 25 Prozent, höchstens das 2,5-fache der linearen Abschreibung, für bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens, die in den Jahren 2020 und 2021 angeschafft oder hergestellt werden. Darüber hinaus, kommt evtl. eine direkte Erstattung der (Teilwert)-abschreibung z.B. für Saisonartikel über die Überbrückungshilfe III (siehe oben) in Frage.

Fristen bei Reinvestition und Investitionsabzugsbetrag

Mit der Veranschiedung des Gesetzes zur Modernisieirung des Körperschaftsteuerechts wurden die Investitionsfristen beim Investitionsabzugsbetrag (§ 7g EStG) und bei der Rücklage für Ersatzbeschaffung (§ 6b EStG) nochmals um ein Jahr verlängert. Investitionen, die in 2017 oder 2018 bereits steuermindernd in Abzug gebracht wurden, müssen nun spätestens 2022 durchgeführt werden.

Gewerbesteuer
Bei der Gewerbesteuer ist der Freibetrag für die Hinzurechnungstatbestände des § 8 Nummer 1 GewStG auf 200 000 Euro erhöht worden. Zudem wurde der Ermäßigungsfaktor in § 35 EStG von 3,8 auf 4,0 angehoben.

Verbrauchssteuern der Zollverwaltung

Auch die Zollverwaltung gewährte für bis zum 30. Juni 2021 fällige Steuern in einem vereinfachten Verfahren Stundungen für nachweislich und nicht unerheblich betroffene Steuerpflichtige. Die Stundungen laufen noch längstens bis zum 30. September 2021. Darüberhinausgehende Anschlussstundungen können im vereinfachten Verfahren nur im Zusammenhang mit einer angemessenen, längstens bis zum 31. Dezember 2021 dauernden Ratenzahlungsvereinbarung gewährt werden. Stundungszinsen werden in diesen Fällen grundsätzlich nicht erhoben.
Für nach dem 30. Juni 2021 fällige Steuern sind Stundungen wie im sonst üblichen Antragsverfahren unter Erbringung der erforderlichen Nachweise, insbesondere zu den wirtschaftlichen Verhältnissen, möglich.

Weiterhin kann, neben der Anpassung von Vorauszahlungen, auf Antrag Vollstreckungsaufschub gewährt werden.

Weitere Informationen erhalten Sie bei Ihrem Hauptzollamt und auf Zoll online.

Stundung von Sozialversicherungsbeiträgen

Das vereinfachte Stundungsverfahren für Unternehmen, die von der Coronakrise betroffen waren, konnte letztmalig für die Beiträge des Monats Juni 2021 in Anspruch genommen werden. Zur weiteren Entlastung betroffener Unternehmen wurde für die Beitragsmonate Juli bis einschließlich September 2021 eine Übergangsregelung geschaffen, nach der Stundungszinsen unter bestimmten Umständen nicht anfallen (Rundschreiben des GKV-Spitzenverbandes 2021/461 vom 30.06.2021). Für Stundungsanträge, die bis zum 30. September 2021 bei der AOK eingehen, gilt Folgendes:
  • Stundungszinsen werden nicht berechnet, sofern der Arbeitgeber einer angemessenen Ratenzahlungsvereinbarung bereits gestundeter Beiträge zustimmt und dieser Vereinbarung entsprechend nachkommt.
  • Auf die Erhebung eines Stundungszinses wird ebenfalls verzichtet, wenn laufende Beitragsverpflichtungen im Zuge gegebenenfalls  ergänzender Stundungsvereinbarungen durch angemessene Teilzahlungen erfüllt werden. (Der reguläre Stundungszins beträgt 0,5 Prozent. für jeden angefangenen Monat der Stundung).
  • Einer Sicherheitsleistung bedarf es für diese Fortführungen der Stundungen nicht, wenn die Beiträge bisher pünktlich gezahlt wurden. 
  • Bestehende Ratenzahlungsvereinbarungen, die angesichts der aktuellen Situation nicht oder nicht vollständig erfüllt werden können, können nachjustiert werden.
Die beschriebene Übergangsregelung gilt auch für die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung für freiwillig versicherte Arbeitnehmer, die vom Arbeitgeber abgeführt werden.
Die vorgenannten Hilfestellungen und Unterstützungsmaßnahmen gelten entsprechend für Mitglieder der GKV, die ihre Beiträge selbst zu zahlen haben. Dabei wird bei Selbstständigen zunächst geprüft, ob vor einer Stundung auch die Möglichkeit einer Beitragsermäßigung in Betracht kommt.

Selbständige und betroffene Unternehmen sollten sich an ihre oder die Krankenkasse, bei der die Arbeitnehmer versichert sind, wenden, um Voraussetzungen sowie offene Fragen für die Stundung zu klären.

Grundsicherung

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Kleinunternehmer und Soloselbstständige verfügen in aller Regel nicht über eine Arbeitslosenversicherung. Damit ihre Existenz nicht bedroht ist, wird der Zugang zu Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II (SGB II), insbesondere dem Arbeitslosengeld II, vereinfacht. Der vereinfachte Zugang ist bis zum 31. Dezember 2021 verlängert worden, siehe hier).
Aktuelle Informationen, einen Überblick über die Neuregelungen in der Grundsicherung und abrufbare Anträge gibt es unter: https://www.arbeitsagentur.de/m/corona-grundsicherung/
Sprechen Sie im Bedarfsfall dazu direkt das Jobcenter in Ihrer Stadt bzw. im Kreis an!
Stadt Hagen: https://www.jobcenter-hagen.de
Ennepe-Ruhr-Kreis: www.jobcenter-en.de
Märkischer Kreis: http://www.jobcenter-mk.de

Ausbildungsprämie

Mit dem Bundesprogramm “Ausbildungsplätze sichern” sollen Ausbildungsbetriebe unterstützt werden, das Ausbildungsplatzangebot aufrecht zu erhalten. Im Einzelnen sollen dazu Ausbildungskapazitäten erhalten und ausgebaut, Kurzarbeit für Auszubildende vermieden, die Auftrags- und Verbundausbildung gefördert und Anreize zur Übernahme im Falle einer Insolvenz geschaffen werden. Weitere Informationen finden Sie hier.

20. November 2021