E-Mobilität

Sehr gute Förderangebote für Ausbau der betrieblichen E-Ladeinfrastruktur

Mit 64 Normal- und 12 Schnellladepunkten ist das Angebot für Nutzer von E-Fahrzeugen in Hagen noch ausbaufähig. Das gilt insbesondere für Ladesäulen und Wallboxen auf dem eigenen Betriebsgelände. Über die geltenden rechtlichen Rahmenbedingungen und die für einen Aufbau zur Verfügung stehenden Förderprogramme informierte die SIHK in einer Fachveranstaltung.
Im Rahmen der Mobilitätswende spielt das Thema Elektromobilität und damit auch die Frage nach der dafür erforderlichen Ladeinfrastruktur eine entscheidende Rolle. Zusätzliche Ladepunkte sind eine Investition in die Zukunft und stärken den Klimaschutz. Die SIHK hat sich mit dem Umweltamt der Stadt Hagen, der Mark-E AG und der Kreishandwerkerschaft Hagen zusammengeschlossen, um das Angebot an Lademöglichkeiten für gewerbliche Nutzer zu verbessern. Auftakt war die Infoveranstaltung „ Ausbau der E-Ladeinfrastruktur – Chance für Hagener Industrie- und Gewerbebetriebe” in der SIHK, die gemeinsam geplant und umgesetzt wurde.
Fast 50 Interessierte nutzen die Chance, sich umfassend zu informieren. Es gab nicht nur interessante Fachvorträge, sondern auch Erfahrungsberichte von zwei Unternehmen, die ihre Praxiserfahrungen mit der Planung und Installation von eigenen Ladesäulen vorstellten. Nach den Vorträgen standen die Experten der Nationalen Leitstelle Ladeinfrastruktur (NOW), der Energieagentur NRW, der Bezirksregierung Arnsberg und der Mark-E für individuelle Erstberatungen zur Verfügung. Im Mittelpunkt der Gespräche standen Fördermöglichkeiten, technische Fragen zur Ausstattung und Planungstipps.
Aufbau eigener Lademöglichkeiten
Alle Beteiligten waren sich einig: Eine gute Ladeinfrastruktur ist die Grundlage für den flächendeckenden Aufbau der Elektromobilität. Deshalb haben sich die Hagener Kooperationspartner zusammengeschlossen, um den Ausbau für Unternehmen in dieser Stadt voranzutreiben. Die SIHK hofft, dass die Veranstaltung der Auftakt für weitere gemeinsame Aktivitäten sein wird. Denn Elektromobilität ist eine gute Alternative für Unternehmen, ihre betriebliche Klimaneutralität zu verbessern.
Die Entwicklung der Elektromobilität hängt in Unternehmen sehr stark von der Möglichkeit ab, auf dem eigenen Betriebsgelände Ladeinfrastruktur zu schaffen. Dabei geht es nicht nur um Betriebsfahrzeuge, sondern auch um den Ladebedarf von Mitarbeitenden und Kunden. Die erheblichen Zuschüsse für den Kauf von E-Fahrzeugen und für den Aufbau öffentlicher und nichtöffentlicher Ladeinfrastruktur sorgten in den letzten zwei Jahren für eine starke Zunahme der Elektrofahrzeuge. Die aktuell stark steigenden Benzin- und Dieselpreise stützen diesen Trend. Inzwischen rechnet sich E-Mobilität für viele Nutzer!
Schnell im eigenen Betrieb laden
Die meisten Industrie- und Gewerbebetriebe werden sich aber erst dann ein Elektrofahrzeug anschaffen, wenn sie es in akzeptabler Zeit und flächendeckend laden können. Dem entsprechend steigt der Bedarf für einen schnellen Ausbau von Ladesäulen und Wallboxen. Deshalb hat sich die SIHK mit den anderen Institutionen zusammengeschlossen, um den Ausbau der betrieblichen Ladeinfrastruktur zu beschleunigen. Jeder der Partner hat individuelle Angebote und zielgruppenorientierte Dienstleistungen, die wir gebündelt einsetzen wollen. Dabei geht es um Informationstransfer, Erfahrungsaustausch und Qualifizierung, aber auch um technisches und kaufmännisches Know-how.
Beratungsangebot der SIHK
Für die SIHK ist die Veranstaltung ein wichtiger Baustein des Beratungsangebotes zum Thema nachhaltige Mobilität. Wir beteiligen uns seit September am neuen IHK-Netzwerk „Betriebliche Mobilität NRW“. Fachberatung, Erfahrungsaustausch und Vernetzung stehen ganz oben auf der Agenda des neuen Netzwerkes. Im nächsten Frühjahr wird die SIHK Akademie auch wieder einen Lehrgang zum „Betrieblichen Mobilitätsmanager (IHK)“ anbieten. Die Qualifizierung ist konzipiert für Mitarbeitende aus Unternehmen, beispielsweise aus den Bereichen Personal, Logistik und Fuhrparkmanagement.
12.11.2021