Downloads
-
Übersicht Passantenfrequenzen in Innenstadtlagen Südwestfalens 2010
(PDF, 27 KB) (Dokument-Nr.: 88648)
Sie befinden sich hier: Startseite > Standortpolitik > Stadtentwicklung > Passantenfrequenzen in den Innenstadtlagen Südwestfalens
Südwestfalens Einkaufsmeilen meist gut frequentiert
Passantenfrequenzen sind ein wichtiger Indikator für die Attraktivität einer Einkaufsstraße. Die IHKs Arnsberg und Hagen haben deshalb in Kooperation mit den Städten erstmals Frequenz-Zählungen in den Innenstädten der Region durchgeführt.
Am Samstagvormittag sind die Fußgängerzonen vor allem in den größeren Städten unserer Region durchweg gut besucht. Einheimische, Gäste aus Nachbarstädten und Ausflügler nutzen die freie Zeit zum Shopping, für eine Tasse Kaffee oder einfach zum sehen oder gesehen werden. Erstmals belegt jetzt die Erhebung der IHKs, dass auch in Südwestfalens Städten viel Bewegung ist.
Mit Unterstützung der Städte wurden an drei Samstagen von Mitte September bis Mitte Oktober die Besucher an den frequenzstärksten Punkten der Städte in der Zeit von 11-12.00 Uhr per Handzählung erfasst. Die am stärksten besuchten Lagen sind danach die Fußgängerzonen von Neheim, Lüdenscheid, Lippstadt, Iserlohn und Soest. Spitzenreiter ist mit fast 4000 Passanten/Stunde der Eckbereich Hauptstraße/Marktplatz in Arnsberg-Neheim. Während es sich hier jedoch vermutlich um eine zeitlich begrenzte Frequenzspitze wegen des samstäglichen Wochenmarktes handelt, sind die Wilhelmstraße in Lüdenscheid (3000 Passanten/Std.), die Laarstraße in Iserlohn und die Lange Straße in Lippstadt (je 2800), und die Brüderstraße in Soest (2600) auch bis in den frühen Nachmittag hinein relativ gleichmäßig gut besucht. Auch in Menden, Meschede, Gevelsberg, Schmallenberg, Brilon, Winterberg und Werl ist samstags zwischen Frühstück und Mittagessen mit 1.600-800 Passanten je Stunde „jede Menge los“. Etwas schwerer tun sich hingegen kleinere Standorte und solche Städte, die wegen ihres Durchgangsverkehrs nur über eine geringe Verweilqualität verfügen.
Passantenfrequenzen sind neben Mietpreisen und Umsatzkennziffern ein wichtiger Indikator zur Beurteilung der Attraktivität einer Innenstadtlage und ihrer Immobilien. Viele ansiedlungswillige Einzelhändler mit modischen Angeboten sind auf eine hohe Spontankundenzahl angewiesen und suchen daher bewusst besucherstarke Lauflagen. Bisher konzentrierten sie sich dabei fast ausschließlich auf Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern, weil für diese regelmäßig aktualisierte Frequenzzählungen überregional tätiger Maklerbüros vorliegen. Dabei hängt der erwartete Erfolg an einem Standort neben dem zu erzielenden Umsatz natürlich auch maßgeblich von der ortsüblichen Miete ab. So relativeren sich die hohen Frequenzen der Top-Lagen deutscher Großstädte (Schildergasse in Köln mit 12.500 und Westhellweg in Dortmund mit 9.500 Passanten/Std. Quelle: Kemper’s Jones Lang LaSalle), denn hier liegen die Mieten mit 230 bzw. 200 €/qm auch um das 10-fache über den qm-Preisen guter Lagen in unseren Innenstädten.
Mit der Passantenfrequenzanalyse 2010 haben die IHKs nun erstmals einen weißen Fleck auf der Daten-Landkarte getilgt. Die Passantenfrequenzerhebung soll künftig regelmäßig fortgeschrieben werden, auch um den Erfolg oder Misserfolg attraktivitätssteigernder Maßnahmen unmittelbar nachvollziehen zu können.
Weitere Detailinformationen:
© Südwestfälische IHK zu Hagen
Für die Richtigkeit der in dieser Website enthaltenen Angaben können wir trotz sorgfältiger Prüfung keine Gewähr übernehmen.
© Südwestfälische IHK zu Hagen
Für die Richtigkeit der in dieser Website enthaltenen Angaben können wir trotz sorgfältiger Prüfung keine Gewähr übernehmen.