(23. November 2011) „Zur Sicherung der Zukunft unserer Industrieregion brauchen wir dringend neue Gewerbeflächen“ greift SIHK-Hauptgeschäftsführer Dr. h.c. Hans-Peter Rapp-Frick die erneute Diskussion in Wetter um das Gewerbegebiet „Am Stork“ auf. „Wir bitten daher den Rat der Stadt Wetter dringend, die Planungen für das Gewerbegebiet „Am Stork“ endlich zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen und für die Verkehrsanbindung eine umweltverträgliche und machbare Lösung zu finden.“ Ein Verzicht auf die Entwicklung dieser Gewerbefläche beschädige den Wirtschaftsstandort Wetter.
Nach den Erfahrungen der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen (SIHK) benötige die mittelständische Wirtschaft der Region auch in Zukunft Raum, um Kapazitäten zu erweitern, Produktionsprozesse zu verbessern oder die Logistik an die Erfordernisse internationaler Zulieferbeziehungen anzupassen. Die Betriebsverlagerungen in Wetter in der jüngeren Vergangenheit hätten deutlich gemacht, dass eine Flächenvorratspolitik notwendig sei, um auf Investitionsvorhaben der heimischen Wirtschaft schnell und mit einem passenden Angebot reagieren zu können.
Gerade die Stadt Wetter habe mit ihrer vorausschauenden Flächenpolitik Arbeitsplätze gesichert und neue geschaffen. „Ohne die Ausweisung von Flächen in der Vergangenheit hätte die Stadt niemals den Abbau von Arbeitsplätzen wie bei REME oder bei der Knorr-Bremse so gut verkraften können. Die Revitalisierung dieser Flächen sei ein sehr gutes Beispiel für den ausgewogenen Mix aus Flächenrecycling und Ausweisung neuer Flächen.
„Einfache Flächen“ gebe es aber nicht mehr. „Die schwierige Topographie, vorhandene Wohnbebauung, Natur- und Landschaftsschutz lassen nur noch wenig Spielraum,“ so der SIHK-Hauptgeschäftsführer. Aber gerade Flächen in Autobahnnähe wie das Gewerbegebiet „Am Stork“ seien hervorragend für gewerbliche Nutzungen geeignet. „Wer ein Ende der Flächenentwicklung fordert, setzt auch den Möglichkeiten einer dynamischen Entwicklung der Industrie in der Region und der Sicherung von Arbeitsplätzen ein Ende“ macht Dr. h.c. Rapp-Frick deutlich. Das schwäche nicht nur die Industrie, sondern auch Handel, Dienstleistungsgewerbe und damit die Standortkommune selbst, die Arbeitsplätze und Steuereinnahmen verliere.