. .
Illustration

SIHK-PRESSEMELDUNG

Industrialisierungsforschung: Historiker rückt Hagener Raum in den Vordergrund

(12. April 2010) Die Dissertation „Die Industrialisierung im Hagener Raum zwischen 1815 und 1914” des Historikers Andreas Berger ist jetzt von der Gesellschaft für Westfälische Wirtschaftsgeschichte (GWWG) veröffentlicht worden. Die GWWG ist die Fördergesellschaft der Stiftung Westfälisches Wirtschaftsarchiv in Dortmund, der regionalen Dokumentationsstelle für die Wirtschaft in Westfalen und Lippe.

Die Südwestfälische Industrie- und Handelskammer zu Hagen (SIHK) hat die Publikation unterstützt, weil die frühe Industrialisierung im Hagener Raum bisher ein blinder Fleck auf der Landkarte der Wirtschaftsgeschichte war. Der Focus der Historiker bei der Erforschung der Industrialisierung lag traditionell auf dem Ruhrgebiet mit seinen faszinierenden Namen wie Krupp, Thyssen und Stinnes. So entwarfen die Historiker das Bild einer Industriegesellschaft, die durch Großbetriebe und Massenproduktion geprägt ist. Die früh begonnene kontinuierliche, aber wenig spektakuläre Entwicklung in Hagen und dem märkischen Südwestfalen hin zu einer prosperierenden, kleinbetrieblich strukturierten Industrieregion und die zentrale Bedeutung der Kleinserienproduktion für den Industrialisierungsprozess traten dabei in den Hintergrund.

Hier setzt Berger mit seiner Dissertation an. Sie ist ein grundlegendes Werk über die frühe Industrialisierung im Raum Hagen, der immerhin als „Wiege des Ruhrgebietes” bzw. der Industrialisierung des nordwestdeutschen Raums gilt. Die Entwicklung nach dem Zweiten Weltkrieg hat gezeigt, dass gerade die „unspektakulären” Regionen wie das Märkische Südwestfalen ein besonders viel versprechendes Potenzial für künftige positive Entwicklungen besitzen. Dies macht das Werk noch lesenswerter. „Das Buch beinhaltet viele Details, die nicht nur für Hagener Bürger interessant sind”, sagt Dr. Karl-Peter Ellerbrock, Direktor der Stiftung Westfälisches Wirtschaftsarchiv.

„Das westfälische Wirtschaftsarchiv in Dortmund ist das Gedächtnis unserer Region”, sagt SIHK-Hauptgeschäftsführer Hans-Peter Rapp-Frick. Das WWA betreut Archivgut von Unternehmen, Kammern, Verbänden und Persönlichkeiten der Wirtschaft und berät sie in allen Fragen der Archivpflege. Die SIHK ist wie die anderen Industrie- und Handelskammern in Westfalen und Lippe Träger des Archivs.

Bibliografische Informationen:

Andreas Berger: Die Industrialisierung im Hagener Raum zwischen 1815 und 1914

(= Gesellschaft für Westfälische Wirtschaftsgeschichte e. V., Dortmund / Münster: Untersuchungen zur Wirtschafts-, Sozial- und Technikgeschichte, Band 27); Ardey-Verlag, Münster 2009; 544 Seiten; ISBN: 978-3-87023-199-6; 35,00 Euro.

DOKUMENT-NR. 10794

  • KONTAKT

SIHK zu Hagen

Hauptgeschäftsstelle
Bahnhofstraße 18
58095 Hagen
Telefon (0 23 31) 3 90-0
Telefax (0 23 31) 1 35 86
E-Mail sihk@hagen.ihk.de mehr

Geschäftsstelle Iserlohn

Gartenstraße 15 – 19
58636 Iserlohn
Telefon (02371) 8092–0, Fax -80
E-Mail iserlohn@hagen.ihk.de mehr

Geschäftsstelle Lüdenscheid

Staberger Straße 5
58511 Lüdenscheid
Telefon (02351) 9094–0, Fax -21,
E-Mail luedenscheid@hagen.ihk.de mehr

Geschäftsstelle Ennepe-Ruhr

Pregelstraße 2
58256 Ennepetal (Oelkinghausen)
Tel.: (02333) 6030820
Fax: (02333) 6030902 mehr

  • AKTUELLE SIHK-PRESSEMELDUNGEN

  • THEMA DER WOCHE

Zur Zeit gibt es in diesem Bereich keine aktuellen Inhalte.