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Fünf Mosaiksteine der Pressearbeit
Wer soll die Informationen und Standpunkte aus dem Unternehmen bekommen? Möglichst viele - das ist allgemein der Wunsch. Der Verteiler ist ein grundlegender Mosaikstein der Pressearbeit. Er ist ebenso wichtig wie Inhalt und Form der Pressemitteilung sowie deren zeitliche Plazierung. Der zweckbezogene Presseverteiler ist für das Fundament der Pressearbeit mehr als eine statische Größe.
Beim Aufbau des Presseverteilers ist zu bedenken
- wer soll über die Medien informiert werden?
- über was soll informiert werden?
Aus der Beantwortung dieser beiden Grundfragen ergeben sich die jeweiligen Kommunikationsverbindungen.
Wer soll informiert werden?
- Kunden, Lieferanten, Investoren, Wettbewerber oder die breite Öffentlichkeit?
Nicht zu vergessen sind die eigenen Mitarbeiter!
Über was soll informiert werden?
- geht es um unternehmerische Belange mit Informationswert für den Unternehmensstandort, für die Region, für das Land, für die Republik?
Es ist also auch zu entscheiden, über welche Medien werden die Entscheidungsträger vor Ort berücksichtigt, wie die Interessenvertreter der eigenen Branche und wie jene, die branchenübergreifend agieren. So wie zum Beispiel auch die Industrie- und Handelskammer.Es bleibt jedoch auch zu fragen, wer ist mein Medien-Adressat, um die grundlegenden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu beeinflussen.
Bewährt haben sich vier Verteiler-Schienen:
Lokal:
Lokalausgaben von Abonnementzeitungen, Stadtteilzeitungen, Anzeigenblätter, Lokalfunk, Lokalfernsehen,
Regional:
Nachrichtenagenturen, Regionalzeitungen, Wochenzeitungen, Wochenzeitschriften, monatliche IHK-Zeitschrift, regionaler Hörfunk und regionales Fernsehen,
Überregional:
Nachrichtenagenturen, überregionale Tageszeitungen, überregionaler Hörfunk und überregionales Fernsehen,
Branche:
Fachpressedienste, Fachzeitschriften, branchenspezifische Wirtschaftspresse.
Neben der Verbreitungsmöglichkeit der Medien ist zu beachten, was die Medien in ihrer Wirkweise unterscheidet. Was sich für eine Nachricht in der Zeitung und Zeitschrift anbietet, taugt noch längst nicht für eine Nachricht im Hörfunk oder Fernsehen.
Es ist beispielsweise zu überlegen: Erregt das Ereignis, über das berichtet, werden soll, fotografisches Interesse? Wie lebendig geht es zur Sache, damit es den Fernsehjournalisten reizt, Filmaufnahmen machen zu lassen?
Fragen, die für die Entscheidung, wer bekommt die Pressemitteilung, ebenfalls wichtig sind.
Media-Verteiler mit Partner, Adresse, Telefon, Fax und E-Mail
Der Aufbau des Media-Verteiler ist kein einmaliger Akt. Diese Datei ist zu pflegen und immer wieder zu überprüfen. Den Verteilerzu pflegen, heißt auch, bei Nachfrage eines Mediums nachzuschauen, ob es bereits berücksichtigt ist und ob es mit einbezogen werden sollte. Der Verteiler spiegelt die Bereitschaft des Presseverantwortlichen wider, neue Medien für seine Informationen zu erschließen. So praktiziert, ist der Medien-Verteiler nicht nur eine Adressenkartei oder-datei. Er veranschaulicht zugleich wie offen und offensiv sich der Presseverantwortliche für seine Firma engagiert. Gar nicht selten ändert sich etwas in der sehr bewegten Medienlandschaft. Für jede interessierende Publikation ist der jeweilige redaktionelle Partner zu ermitteln, um eine persönliche Informationsbeziehung herzustellen. Des weiteren sind dessen Adresse, Telefonnummer, auch Funktelefonummer, Faxnummer und E-Mail in die Verteiler-Datenbank aufzunehmen. Um die jeweiligen Medien schnell und ohne größeren Organisationsaufwand zu informieren, empfiehlt es sich, für den jewiligen Adressaten ein entsprechendes Fax-Anschreiben, vervielfältigt, parat zu haben und die E-Mail Adressen entsprechend der Informations- bzw. Verteilerschienen abzuspeichern.