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HAUPTSCHÜLER FIT FÜR DIE AUSBILDUNG

Auftaktveranstaltung ”Hauptschüler fit für die Ausbildung”

Die Südwestfälische Industrie- und Handelskammer zu Hagen (SIHK) führt in ihren Technischen Bildungsstätten Hagen, Hemer und Lüdenscheid zum zweiten Mal das Projekt „Hauptschüler fit für die Ausbildung” durch, das sich zum Ziel setzt, Hauptschüler der Klasse 10 in eine Ausbildung zu vermitteln. Unterstützt wird das Projekt von den Agenturen für Arbeit in Hagen und Iserlohn der Deutschen BP Stiftung, der Deutschen Bank Stiftung, der Familienstiftung Grohe und zahlreichen heimischen Unternehmen.

„Das große finanzielle Engagement der heimischen Unternehmen und ihre Bereitschaft, Praktikums- und Ausbildungsplätze zur Verfügung zu stellen, ist Zeichen ihres sozialen Engagement für Hauptschüler und verdeutlicht zugleich das große Interesse der Wirtschaft an Auszubildenden”, betont SIHK-Präsident Harald Rutenbeck. „Hauptschüler haben es schwer, gleich einen Ausbildungsplatz zu finden. Andererseits braucht die heimische Industrie dringend qualifizierten Nachwuchs für technische Berufe.”

57 Hauptschülerinnen und Hauptschüler der Klasse 10, die an technischen Berufen interessiert sind, lernen ein Jahr lang freitags nach der Schule und samstags in einer der drei SIHK-Technischen Bildungsstätten in Hagen (21 Schüler), Hemer (12 Schüler) oder Lüdenscheid (24 Schüler) die Tätigkeiten in Metallberufen in der Praxis kennen. Sechs Wochen ihrer Schulferien verwenden sie zudem für ein betriebliches Praktikum. Insgesamt umfasst das Projekt 570 Freizeitstunden

Für die Agenturen für Arbeit Hagen und Iserlohn, die gut die Hälfte des Projektes finanzieren, ist diese Fördermaßnahme ein wichtiger Beitrag, um das besondere Engagement von Schülerinnen und Schülern im Übergang von der Schule in den Beruf zu unterstützen. Die praxisnahe und betriebsbezogene Ausrichtung des Projektes stärkt die Ausbildungsfähigkeit der Hauptschüler.

In dem Projekt „Hauptschüler fit für die Ausbildung” lernen die Jugendlichen eine technische Zeichnung zu lesen, Stahl, Aluminium und Kunststoffe zu bearbeiten aber auch, wie man moderne Dreh- und Fräswerkzeuge bedient. „Nebenbei wird berufsbezogen Deutsch und Mathematik vermittelt und das Verhalten im Beruf trainiert”, so SIHK-Projektleiter Gerd Eigenbrodt. Technische Texte und Berichte zu verstehen, zu verfassen und Berechnungen für praktische Aufgaben in der Metallbearbeitung durchzuführen, stellt für die erfolgreichen Projektteilnehmer dann kein Problem mehr da. „Ausdauer und echter Wille, eine fundierte Ausbildung nach der Schule zu machen, sind hier zwingende Voraussetzungen. Zuverlässigkeit ist oberstes Gebot”, betont Eigenbrodt.

Die Schüler lernen die Ausbildungsunternehmen in den drei Betriebspraktika kennen. Passen Betrieb und Praktikant nicht zusammen, wird im nächsten Praktikum gewechselt. Jedem Teilnehmer wird ein Praktikumsbetrieb vermittelt, den er mit Bus und Bahn erreichen kann und der zu seiner Berufsperspektive passt. Die Netzwerke zwischen Schulen, Unternehmen und SIHK-Bildungsstätten werden durch das Projekt gestärkt. Die Ausbilder der SIHK, die das Projekt vor Ort durchführen, stellen den Kontakte zwischen den Schulen und Betrieben her und betreuen die Betriebspraktika. Eine sozialpädagogische Betreuung der Schüler gehört ebenfalls dazu.

Teilnehmer, die keine Bestnoten aus der Schule mitbringen und sich in der Theorie noch schwer tun, erhalten in diesem Projekt der SIHK eine Chance. Die Teilnehmer kommen aus 22 Hauptschulen im gesamten Kammergebiet, 51 Prozent haben einen Migrationshintergrund. Die Schülerinnen und Schüler stammen aus insgesamt neun Ländern.

DOKUMENT-NR. 9824

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