01.01.09 – 31.01.09
in Kooperation mit ECC Handel und secure-it.nrw
- Vertrauen steigert Umsätze
- Elektronische Jahresabschlüsse bevorzugt
- Mehr Aufklärung über Sicherheit des Mobile
Bankings
- Online-Ableger von Zeitungen am stärksten
frequentiert
- Umfrage "Elektronischer Geschäftsverkehr im Mittelstand
und Handwerk"
- Speicherverpflichtung gilt jetzt – Vorgaben fehlen
weiterhin
- Rekordwachstum am Frankfurter
Internetknoten
- TK-Preise sinken weiter
- Globaler IT-Markt wächst trotzt
Wirtschaftskrise
- Potentiale von Unternehmenssoftware
nutzen
Vertrauen steigert Umsätze
Eine
Umsatzsteigerung von bis zu 70 Prozent sollen kleine und weniger
bekannte Anbieter von Online-Shops erwirtschaften, indem sie
neutrale Gütesiegel oder betreibergestützte
Internet-Zahlungsverfahren in ihr Angebot integrieren. Dies geht
aus einer Studie hervor, die das in Köln ansässige
E-Commerce-Center Handel gemeinsam mit der Managementberatung
Mücke, Sturm und Company im Jahr 2008 durchgeführt hat.
Demnach gehen den Online-Händlern enorme Umsätze verloren, weil ein
Großteil der Transaktionen aufgrund von Sicherheitsbedenken
abgebrochen werde, erklärten die Studienmacher. So zeigen die
Ergebnisse der Studie, dass die gezielte Einbeziehung einer
neutralen Institution in den Kaufprozess insbesondere bei wenig
bekannten Anbietern zu deutlichen Umsatzsteigerungen führen kann:
Bei den Online-Gütesiegeln ergeben sich Steigerungen zwischen 30
Prozent und 65 Prozent, bei den Internet-Zahlungsverfahren zwischen
17 Prozent und 70 Prozent.
"Während bisher nur vermutet werden konnte, dass Gütesiegel und
Zahlungsverfahren gerade bei kleineren Händlern Vertrauen stiften
und den Online-Umsatz erhöhen, liegen nun klare Ergebnisse hierzu
vor", so Sebastian van Baal vom E-Commerce-Center Handel.
Online-Händler sollten sich vor dem Hintergrund dieser
Studienergebnisse intensiv mit vertrauensbildenden Maßnahmen
befassen, um ihr Umsatzpotenzial auch wirklich auszuschöpfen.
Besonders groß fallen die Umsatzsteigerungen aus, wenn digitale
Produkte wie beispielsweise Musiktitel zum direkten Download
angeboten werden. Bei diesen können Anbieter eine durchschnittliche
Steigerung von 50 Prozent erreichen, wenn sie eine
vertrauensbildende Maßnahme in ihren Shop einbinden. Bei physischen
Produkten ergibt sich eine Steigerung von knapp 28 Prozent. Auch
der Preis der Produkte beeinflusst die Größe des Effekts: Bei einem
Kauf über 200 Euro ergibt sich eine Umsatzsteigerung von fast 90
Prozent durch die Einbeziehung einer vertrauensbildenden Maßnahme.
Bei einem Preis von 50 Euro beträgt die Steigerung 15
Prozent.
Die Ergebnisse der Studie basieren auf knapp 15.000 simulierten
Käufen von über 500 Konsumenten, die so ausgewählt wurden, dass sie
der Gesamtheit der Internetnutzer hinsichtlich soziodemografischer
Merkmale ähneln.
Hier geht es zur
kostenpflichtige Online-Studie
Elektronische Jahresabschlüsse bevorzugt
Sehr gut bewährt hat sich nach Darstellung der Bundesregierung die
gesetzlich eingeführte Verpflichtung von Unternehmen, ihre
Jahresabschlüsse beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers
via Internet (www.bundesanzeiger.de)einzureichen.
Dies teilte sie in ihrer Antwort auf eine "Kleine Anfrage" der
Grünen mit.
Demnach seien bis Ende November des Vorjahres rund 870.000
Unternehmen ihren Pflichten nachgekommen; das seien fast 76
Prozent. Laut Regierung sei mit der neuen Regelung ein "hoher
Zugewinn an Transparenz" verbunden. Das gelte auch für die
"beträchtliche" Nachfrage nach den offengelegten
Rechnungslegungsunterlagen. Demgegenüber sei der damit verbundene
bürokratische Aufwand "gering". Die Unternehmen seien ohnehin zur
Aufstellung des Jahresabschlusses verpflichtet, so die
Regierung.
Seit Anfang Anfang 2007 müssen Unternehmen ihre Unterlagen zur
Offenlegung der Jahresabschlüsse ab dem Wirtschaftsjahr 2006 -
statt wie bisher bei dem zuständigen Amtsgericht - beim Betreiber
des elektronischen Bundesanzeigers über das Internet einreichen.
Bis zum 31. Dezember 2009 können die Unterlagen auch noch in
Papierform eingerecht werden - verbunden allerdings mit höheren
Kosten.
Experten fordern mehr Aufklärung über Sicherheit des
Mobile Bankings
Die wachsende Verbreitung und
vermehrte Nutzung von mobilen Webapplikationen geht auch am
Bankensektor nicht vorüber. Bis 2011 soll die Zahl jener
Konsumenten, die ihre Bankgeschäfte via Handy erledigen, weltweit
150 Mio. erreichen. Das geht aus einer aktuellen Studie des
Marktforschers Juniper Research hervor. Derzeit ist die Nutzung vor
allem in den entwickelten Ländern in Fernost hoch, allerdings gehen
die Nutzerzahlen auch in Nordamerika und Westeuropa steil nach
oben. 70 Prozent der User werden in drei Jahren aus diesen Gegenden
stammen.
"Ich gehe davon aus, dass wir in Deutschland in zwei bis drei
Jahren einen starken Anstieg der Mobile-Banking-Nutzer erleben
werden. Vor allem wenn die heutigen Teenager erstmals ihre
Bankgeschäfte abwickeln, werden sie dies öfter via Handy erledigen.
Für die junge Generation wird das selbstverständlich sein", so
Rajnish Tiwari, Wissenschaftler am Institut für Technologie- und
Innovationsmanagement an der Technischen Universität
Hamburg-Harburg http://www.mobile-prospects.com/de.
Tiwari beschäftigt sich bereits seit einigen Jahren mit den
Möglichkeiten des Finanzsektors im mobiler werdenden Internet und
hat Bücher zu diesem Thema veröffentlicht.
Die in Deutschland positive Entwicklung wird vor allem durch die
Verbreitung von UMTS- und 3G-Mobiltelefonen vorangetrieben. "Seit
das iPhone auf dem deutschen Markt ist, verzeichnen Banken einen
vermehrten mobilen Zugriff auf ihre Portale", berichtet Tiwari.
Begünstigt wird die Entwicklung auch dadurch, dass keine speziellen
Applikationen mehr auf das Telefon geladen werden müssen, um das
Kundenportal aufzurufen. "Die bevorzugte Methode ist hier die
browserbasierte Lösung mit https-Verbindung", meint der
Wissenschaftler. "Mobile Banking ist eine der
Schlüssel-Applikationen für Banken, wenn es um die Erhaltung sowie
Gewinnung von Kunden geht", schreibt Howard Wilcox, Autor der
Juniper-Studie. Der Zugang via Mobiltelefon werde künftig der
Hauptkontaktpunkt zwischen Bank und dem Kunden sein - speziell bei
der jungen Generation.
Bis zum endgültigen Durchbruch gibt es jedoch noch einige
Hindernisse. Vor allem die sicherheitstechnische Skepsis vieler
Nutzer steht der breiten Nutzung noch im Weg. Laut einer Anfang des
Jahres veröffentlichten US-Studie hat knapp die Hälfte der
befragten Personen, die Mobile Banking nicht verwenden, erhebliche
Sicherheitsbedenken und nimmt aus diesem Grund Abstand von der
Nutzung. Die größte Angst ist, dass Hacker unbemerkt in das Handy
eindringen können und somit Zugriff auf das Konto erlangen. Ebenso
befürchten diese Personen, dass ihr Bankkonto geplündert werden
könnte, sobald sie ihr Handy verlieren.
"Mobile Banking ist ebenso sicher wie der Zugang via PC, wenn nicht
sogar sicherer", sagt hingegen Tiwari. Allerdings würde dieses
Wissen noch auf Experten beschränkt sein. Banken müssen hier noch
einiges an Aufklärungsarbeit leisten. "Zwar bietet mittlerweile
jede größere Bank den mobilen Zugang an, allerdings wird dies aktiv
lediglich von einer Minderheit beworben", kritisiert der Experte.
Hier gehe es vor allem um die Zielgruppe der Über-45-Jährigen, für
die der Umgang mit mobilen Anwendungen nicht selbstverständlich
ist. Einen möglichen positiven Effekt kann zudem von der aktuellen
Finanzkrise ausgehen. "Durch die mobile Zugangsmöglichkeit zum
Bankaccount können die Kunden schneller auf Marktsituationen
reagieren und beispielsweise Wertpapiere oder Aktien selbst
unterwegs rasch kaufen sowie verkaufen", meint Tiwari.
Online-Ableger von Zeitungen werden am stärksten
frequentiert
Ob "Chip", "Heise" oder "Spiegel Online", die Nutzung von
Nachrichtenportalen steigt weiter. So wurden die beliebtesten
Seiten in Deutschland im Jahr 2008 insgesamt 4,9 Milliarden Mal
besucht. Dies teilte der Branchenverband Bitkom nach Auswertung von
aktuellen Zahlen der Informationsgemeinschaft zur Feststellung der
Verbreitung von Werbeträgern (IVW- www.ivw.de) mit.
Unter den 20 am stärksten frequentierten Portalen befinden sich
neben reinen Nachrichtenseiten auch themenspezifische Angebote wie
Nachrichten über Sport oder Computer. Hinzu kommen Internetseiten
von verschiedenen Regionalzeitungen, die in ihrem
Erscheinungsgebiet so stark sind, dass es für eine hohe Platzierung
reicht.
An der Spitze steht das Nachrichtenmagazin "Spiegel Online" mit
1,09 Milliarden Besuchern und einen Marktanteil von 22 Prozent.
Dahinter folgt der Online-Ableger der Boulevardzeitung "Bild" (755
Millionen). Den dritten Platz konnte die Online-Tochter des
Computermagazins "Chip" für sich beanspruchen; die Seite wurde im
vergangenen Jahr 383 Millionen Mal aufgerufen. Auf den Plätzen vier
bis sechs folgen mit Sport1.de (282 Millionen Visits), Heise.de
(270 Mio.) und Kicker.de (268 Mio.) wieder Spezialdienste.
Ergebnisse der Umfrage "Elektronischer Geschäftsverkehr
im Mittelstand und Handwerk"
Diente das Internet
noch vor einigen Jahren als reines Informations- und
Kommunikationsmedium, gewinnen aufwändigere Anwendungen zunehmend
an Bedeutung. Das zeigt die aktuelle Studie "Elektronischer
Geschäftsverkehr im Mittelstand und Handwerk". So nutzen
beispielsweise 93,9 Prozent der Befragten das Internet zumindest
gelegentlich zur Beschaffung, 89,9 Prozent zum Datenaustausch und
71,0 Prozent für den Kundenservice. Jedoch werden die Potenziale
vieler Internetoptionen erst ansatzweise ausgeschöpft: So verkauft
derzeit nur jedes zweite Unternehmen online, etwa ein Drittel
beteiligt sich an elektronischen Ausschreibungen und rund die
Hälfte nutzt die Möglichkeiten des Mobile Business.
Auch die Vorteile von Web 2.0 wissen bislang nur die wenigsten KMU
für sich zu nutzen. Obwohl das Schlagwort Web 2.0 in aller Munde
ist, haben kleine und mittelständische Unternehmen das Potenzial
von Web 2.0-Diensten und -Anwendungen noch nicht voll erkannt. Die
wichtigsten Ziele beim Einsatz von Web 2.0-Instrumenten stellen für
sie bislang die Informationsgewinnung und die Erhöhung des
Bekanntheitsgrades dar. Die Befragten sehen in Web 2.0 jedoch nicht
nur Chancen, sondern vielfach auch Gefahren: Insbesondere die
rechtlichen Risiken (84,0 %) und die Gefahr des Missbrauchs durch
externe Nutzer (82,6 %) sehen die befragten Unternehmen als größte
Risiken von Web 2.0-Diensten und -Anwendungen an.
Aber nicht nur das Thema Web 2.0 ist mit vielen unbeantworteten
Fragen behaftet. Der Informationsbedarf der kleinen und
mittelständischen Unternehmen zum E-Business ist insgesamt stark
ausgeprägt und sehr heterogen: Das Interesse beschränkt sich nicht
auf einige wenige Themen, sondern verteilt sich auf zahlreiche
unterschiedliche Aspekte. Die Netz- und Informationssicherheit wird
von den Befragten durchgängig als wichtigstes Thema angesehen,
gefolgt von den Themen "Online-Recht" und "Datenaustausch mit
Externen". "Die Ergebnisse spiegeln die bestehende Unsicherheit der
kleineren Unternehmen wider, das Internets vollständig in die
bestehenden Geschäftprozesse zu integrieren" sagt Dr. Kai Hudetz,
stellvertretender Geschäftsführer des Instituts für
Handelsforschung (IfH) und Bereichsleiter des dort angesiedelten
E-Commerce-Center Handel.
Der 82-seitige Berichtsband steht unter
www.ecc-handel.de zum kostenfreien Download bereit.
Speicherverpflichtung gilt jetzt – Vorgaben fehlen
weiterhin
Zum Jahreswechsel ist auch für Anbieter
von Internetzugang, E-Mail und VoIP die Pflicht zur sechsmonatigen
Vorratsdatenspeicherung in Kraft getreten. Die technischen Vorgaben
darüber, wie die Daten zu speichern sind, lassen aber weiter auf
sich warten. Für viele große Anbieter ist die daraus resultierende
Ungewissheit ein enormes Problem. Das Unternehmen 1&1 zum
Beispiel müsste eine Million Euro aufwenden, um die Verpflichtung
zu erfüllen. Sollte die ausstehende technische Richtlinie zur
Telekommunikationsüberwachung nachträglich andere Speichertechnik
erforderlich machen, hätte der Internetanbieter noch viel höhere
Kosten. Insgesamt muss die Internetwirtschaft nach einer Schätzung
des Verbandes eco 332 Millionen Euro aufwenden, ohne abschätzen zu
können, ob die mit diesem Geld angeschafften Speicherlösungen den
technischen Richtlinien genügen werden oder nicht.
Einige Unternehmen wenden sich an ihre zuständigen
Verwaltungsgerichte und versuchen auf diesem Weg, sich zumindest so
lange von der Speicherverpflichtung befreien zu lassen, bis über
die Verfassungsklagen gegen die Vorratsdatenspeicherung entschieden
ist. Das Verwaltungsgericht Berlin hatte im letzten Jahr in einem
Fall entsprechend entschieden. Der Bundestag hat am 18. Dezember
den Entwurf eines Gesetzes zur Neuordnung der Entschädigung von
Telekommunikationsunternehmen für die Heranziehung im Rahmen der
Strafverfolgung beschlossen. Das nicht zustimmungspflichtige Gesetz
wird voraussichtlich am 13. Februar im Bundesrat beraten.
Der eco-Verband begrüßt zwar, dass der Gesetzgeber die Frage der
Entschädigungen endlich angeht und noch zum Jahresende abschließend
beraten hat. Allerdings kritisiert der Verband die
Entschädigungsregelung als unzureichend: Angesichts der Höhe der
Kosten der klassischen Telekommunikationsüberwachung und der
Vorratsdatenspeicherung fordert eco, zusätzlich zum administrativen
Aufwand für die Bearbeitung von Anfragen, auch die Anschaffungs-
und Betriebskosten der Überwachungstechnik zu entschädigen. Darüber
hinaus soll eine Härtefallregelung kleine und mittlere sowie im
B2B-Bereich tätige Unternehmen entlasten, die keine oder kaum
Anfragen von den Behörden erhalten.
Rekordwachstum am Frankfurter
Internetknoten
Der Betreiber des größten Internet-Austauschknotens für Zentral-
und Osteuropa DE-CIX meldet für das abgelaufene Jahr 2008 neue
Rekordwerte beim Kunden- und Verkehrswachstum: So stieg der Verkehr
im Jahresverlauf um fast 300 GB/s auf im Dezember gemessene
Spitzenwerte von knapp 600 GB/s an. Mehr als 50 neue Provider
wurden im Jahresverlauf angeschlossen – darunter sind Unternehmen
wie Telekom Malaysia, Qatar Telecom und auch die Bulgarische
Telekom (BTC). „Im Jahr 2008 haben wir dafür gesorgt, dass der
DE-CIX weltweit als Brückenkopf nach Zentral- und Osteuropa
Bekanntheit erlangt hat. Gleichzeitig konnten wir Kundenzahlen und
Umsatz deutlich steigern", äußert sich Frank Orlowski vom DE-CIX
zufrieden zum abgelaufenen Geschäftsjahr.
TK-Preise sinken weiter
Wie das
Statistische Bundesamt (Destatis)
mitteilt, lagen die Preise für Festnetz, Mobilfunk und Internet aus
Sicht der privaten Haushalte im Jahresdurchschnitt 2008 rund 3,3
Prozent unter dem Niveau des Jahres 2007. Damit setzt sich der
rückläufige Trend bei Gebühren für
Telekommunikationsdienstleistungen fort. Bereits im Jahr 2006 waren
die Preise um 3,1 Prozent gesunken, 2007 fiel der Rückgang aufgrund
der Umsatzsteuererhöhung mit 0,3 Prozent geringer aus.
Der Preisindex für Telefondienstleistungen im Festnetz und Internet
für sich genommen verringerte sich im vergangenen Jahr um 3,4
Prozent. Verantwortlich sind dafür laut Destatis vor allem der enge
Wettbewerb im Bereich sogenannter Komplettangebote, die sowohl
Telefon- und DSL-Anschluss, als auch entsprechende Flatrates
umfassen. Telefondienstleistungen im Mobilfunk verbilligten sich im
Jahresdurchschnitt 2008 isoliert betrachtet um 2,3 Prozent im
Vergleich zum Vorjahr.
Globaler IT-Markt wächst trotzt
Wirtschaftskrise
Trotz Wirtschaftsflaute geht es dem
IT-Sektor weiterhin gut. Nachfrage und Umsatz steigen international
fortlaufend an. Dies geht aus einer aktuellen Prognose des
Marktforschungsinstituts EITO hervor. Demnach
steige der Umsatz mit Computern, Software und IT-Dienstleistungen
in Westeuropa im kommenden Jahr um zwei Prozent auf rund 315
Milliarden Euro.
Mit einer steigenden IT-Nachfrage sei auch von Auftragnehmern der
öffentlichen Hand zu rechnen, deren Investitionen kaum von
konjunkturellen Schwankungen abhängig sind. Laut der neuen Prognose
werden in Westeuropa die Anbieter von Software und IT-Services im
kommenden Jahr mit einem Umsatzplus von 3,2 Prozent auf 228
Milliarden Euro kräftig zulegen können. Die Hersteller von
IT-Hardware erwarten dagegen ein Minus von 1,3 Prozent auf 87
Milliarden Euro.
Nach Einschätzung der EITO-Marktforscher entwickelt sich der
IT-Markt in Westeuropa, das die 15 Kernländer der EU sowie die
Schweiz und Norwegen umfasst, im kommenden Jahr robuster als in den
USA. Der IT-Umsatz in den Vereinigten Staaten steige im Jahr 2009
voraussichtlich um 0,8 Prozent auf 347 Milliarden Euro. Vor der
Verschärfung der globalen Finanzkrise war EITO in den USA von einem
Wachstum des IT-Marktes in Höhe von 4,4 Prozent ausgegangen.
Der weltweite IT-Markt wird nach der EITO-Vorhersage im Jahr 2009
um 2,7 Prozent auf 983 Milliarden Euro wachsen. Ebenso wie in
Europa legen auch global die Anbieter von Software und IT-Services
besonders kräftig zu. Deren Umsatz steigt im kommenden Jahr
weltweit voraussichtlich um 3,4 Prozent auf 677 Milliarden Euro.
Der Hardware-Markt legt um 1,3 Prozent auf 305 Milliarden Euro zu.
Wachstumsmotor seien Schwellenländer wie China, Indien und
Russland, die noch Nachholbedarf beim Ausbau ihrer IT-Infrastruktur
haben.
Potentiale von Unternehmenssoftware
nutzen
Auch kleinere Betriebe müssen zunehmend
versteckte Potenziale durch Unternehmenssoftware (ERP) ausschöpfen.
Diese sehen sich jedoch einer unüberschaubaren Vielzahl von
Angeboten gegenüber. Das Netzwerk Elektronischer Geschäftsverkehr
(NEG - www.ec-net.de) bietet deshalb in einer
aktuellen Broschüre auf über 160 Seiten konkrete Hilfe und einen
detaillierten Einblick in zehn am Markt etablierte ERP-Lösungen für
kleine und mittlere Unternehmen.
Die NEG Software-Evaluation "Betriebswirtschaftliche
Softwarelösungen für kleine und mittlere Unternehmen" beschreibt
und bewertet 10 ERP-Lösungen für die Bereiche Handel,
Dienstleistung, Produktion und Handwerksbetriebe. Dadurch erhalten
Unternehmen eine qualifizierte Unterstützung und aktuelles
Expertenwissen für Auswahl und Einführung betriebswirtschaftlicher
Standardanwendungssoftware. Durch die Darstellung grundlegender
Methoden und Vorgehensmodelle wird die Grundlage für eine fundierte
Auswahl und Einführung von ERP-Software geschaffen. Ausführlich
wird der Funktionsumfang mittelstandsgeeigneter Lösungen
beschrieben und erläutert welche Prozesse des Unternehmens mit der
Software unterstützt werden können. Mit Fokus auf Brancheneignung
und Einsatzgröße werden damit konkrete Entscheidungshilfen
gegeben.
Angesprochen werden mit der Studie vor allem kleinere
mittelständische Unternehmen die sich keinen teuren
Unternehmensberater für die Softwareauswahl leisten können. Unter
anderem werden neben großen mittelständischen Lösungen wie das neue
Microsoft Dynamics NAV 2009 und Sage Office Line Evolution auch
Softwareangebote für kleinere Unternehmen wie Lexware business
office pro oder Kaufmann Mittelstand 2009 der Buhl Data Service
GmbH ausführlich beschrieben.
Die Studie wurde nach Angaben des NEG völlig unabhängig, von
neutralen Experten des Netzwerks, mit Unterstützung der Universität
Würzburg erstellt. Die Ergebnisse der Studie wurden auf Basis eines
Fragebogens sowie umfassender Systempräsentation und anschließenden
Analyse, im Softwarelabor der Universität Würzburg erarbeitet.