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Matching- und Coachingprojekte für Betriebe
Passgenaue Vermittlung Auszubildender an ausbildungswillige Unternehmen
Immer mehr Unternehmen im Bezirk der SIHK klagen darüber, dass es zunehmend schwerer fällt, offene Ausbildungsstellen mit geeigneten Bewerbern zu besetzen. Die Ursachen hierfür sind vielfältig. Ein Grund für die fehlende Bewerberauswahl liegt darin, dass sich Jugendliche bei ihrer Berufswahl nicht selten auf nur wenige bekannte Berufe konzentrieren oder nicht den Anforderungen der Betriebe entsprechen. Hinzu kommt, dass gerade kleinere und mittelständische Unternehmen häufig nicht über die notwendigen Ressourcen oder Erfahrungen verfügen, um die für das Unternehmen geeigneten Auszubildenden zu rekrutieren. Die Folgen sind:
Die SIHK bietet hier mit dem Matching-Projekt die
Passgenaue Vermittlung Auszubildender an ausbildungswillige Unternehmen
(Gefördert mit Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie und des Europäischen Sozialfonds)
einen besonderen Vermittlungsservice für Ausbildungsbetriebe zur Unterstützung bei der Besetzung von freien Ausbildungsplätzen an.
Ziele:
Besetzung offener Ausbildungsplätze:
Für offene Ausbildungsstellen, die Betriebe aus eigener Kraft heraus nicht besetzen können, sollen qualifizierte Bewerber/innen - aus der Kernzielgruppe der unvermittelten Jugendlichen und Schülerinnen und Schülern der Abgangsschulklassen - gefunden werden.
Information:
Gleichzeitig wird die Botschaft an Jugendliche transportiert, dass gerade in Branchen, die nicht überlaufen sind und offene Stellen haben, hervorragende Beschäftigungs- und Karrierechancen bestehen.
Akquise:
Zusätzliche Ausbildungsstellen und Praktikumsplätze sollen bei weiteren Betrieben erschlossen werden.
Vermittlung von EQ:
Akquise und Vermittlung von Einstiegsqualifizierungsplätzen für Jugendliche (EQ) gehören ebenfalls zu den Zielen des Projektes.
Begleitung:
Die SIHK-Fachkräfte begleiten die Ausbildung - insbesondere im ersten Ausbildungsjahr. Sie dienen als erste Anlaufstelle bei Fragen oder auftretenen Problemen und leiten diese bei Bedarf an einen entsprechenden Ansprechpartner/Experten weiter.
Maßnahmen:
Vermittlung:
Die SIHK setzt speziell ausgebildetes Personal ein, um die Aufgaben des Matchings zwischen Angebot und Nachfrage auf dem Ausbildungsmarkt zu übernehmen.
Im Vordergrund stehen die Bedürfnisse der Betriebe, die keine Auszubildenden finden. Zu den Projektmaßnahmen gehört das Erstellen von Anforderungsprofilen an künftige Auszubildende in Abstimmung mit den Betrieben. In Anlehnung an diese Profile suchen die Fachkräfte der SIHK in Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit und im Kontakt mit Schulen und anderen Organisationen qualifizierte Jugendliche.
Im Sinne der Akquise steht der persönliche Kontakt zu den Betrieben und den Jugendlichen im Mittelpunkt. Den Betrieben wird somit die Chance auf Qualifizierung ihres eigenen Fachkräftenachwuchses eröffnet. Die Begleitung durch die SIHK-Fachkräfte kann gerade in der Anfangsphase stabilisierend auf das Ausbildungsverhältnis wirken.
Erschließen von Ausbildungs- und Praktikumsplätzen:
Durch den persönlichen Kontakt sollen insbesondere zusätzliche Ausbildungsplätze, aber auch Praktikumsplätze erschlossen werden.
Beratung:
Die Fachkräfte beraten Jugendliche über Berufs- und Ausbildungsmöglichkeiten, informieren in Schulen über Berufe und Branchen, treffen eine Vorauswahl von Bewerber/innen und vermitteln diese in die Betriebe.
Projektunterstützung:
Die Maßnahme wird aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) der Europäischen Union kofinanziert sowie
gefördert durch die Bundesrepublik Deutschland.
Wie Unternehmen den Herausforderungen des demografischen Wandels mittels Qualifizierung wirkungsvoll begegnen, beschreibt die DIHK-Bildungs-GmbH jetzt in der vierten Auflage ihrer Veröffentlichung "Praxistraining mit IHK-Zertifikat".
Als "wichtige Weichenstellung" bewertet Hans Heinrich Driftmann, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), die Einigung zur Zuordnung der Berufsabschlüsse im Deutschen Qualifikationsrahmen (DQR).